# Vergiftung beim Kaninchen

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/vergiftung-kaninchen
Tierarten: Kaninchen
Synonyme: Intoxikation, Vergiftungserscheinung
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-10-01

Aufnahme giftiger Pflanzen oder Substanzen, die den Körper schädigen.

## Was ist das?

Eine Vergiftung beim Kaninchen, fachsprachlich Intoxikation genannt, entsteht, wenn das Tier giftige Pflanzen oder schädliche Substanzen aufnimmt. Häufige Quellen sind Zimmer- und Gartenpflanzen, gespritztes Grünfutter, Reinigungsmittel oder Köder. Da Kaninchen sehr empfindlich auf viele Stoffe reagieren und nicht erbrechen können, gelangt ein einmal aufgenommenes Gift vollständig in den Körper und lässt sich nicht auf natürlichem Weg wieder loswerden. Das ist gefährlich, weil je nach Substanz unterschiedliche Organe geschädigt werden: Nerven, Leber, Nieren oder der empfindliche Magen-Darm-Trakt. Die Anzeichen reichen von Speicheln, Durchfall und Krämpfen bis zu Teilnahmslosigkeit und Kreislaufversagen. Schon kleine Mengen mancher Stoffe können bei einem Kaninchen schwere Schäden verursachen.

## Typische Anzeichen

Eine Vergiftung kann sich sehr unterschiedlich äußern:
– Vermehrtes Speicheln
– Durchfall oder Bauchschmerzen
– Zittern, Krämpfe oder Lähmungen
– Hochgradige Schwäche und Apathie
– Atemnot und Kreislaufzeichen

## Mögliche Ursachen

Vergiftungen entstehen durch giftige Stoffe in der Umgebung:
– Giftige Zimmer- und Gartenpflanzen wie Efeu oder Eibe
– Behandelte oder gespritzte Pflanzen
– Chemikalien, Reinigungsmittel oder Köder
– Ungeeignete oder verdorbene Futtermittel

## Was Sie tun können

Entfernen Sie die mutmaßliche Giftquelle aus der Reichweite und bewahren Sie, wenn möglich, eine Probe oder Verpackung auf. Geben Sie keine Hausmittel ein und versuchen Sie nicht, ein Erbrechen auszulösen.

## Wann zum Tierarzt

Bei Verdacht auf eine Vergiftung ist umgehend eine für Kaninchen geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik zu kontaktieren und das Tier ohne Verzögerung dort vorzustellen, denn Kaninchen können ein aufgenommenes Gift nicht wieder ausscheiden. Warten Sie keinesfalls ab, wenn Ihr Tier an einer giftigen Pflanze oder Substanz gefressen hat oder plötzlich speichelt, krampft, Durchfall bekommt oder teilnahmslos wird. Ein sofortiger Notfall liegt vor, sobald Krämpfe, Atemnot, Zittern oder Bewusstseinsstörungen auftreten; da viele Gifte schnell wirken, zählt jede Minute. Nehmen Sie nach Möglichkeit einen Rest der vermuteten Substanz, die Verpackung oder ein Stück der Pflanze mit in die Praxis oder Klinik, damit das Gift rasch eingeordnet werden kann. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, machen Sie sich aber sofort auf den Weg und halten Sie die Fahrt nicht auf, wenn niemand erreichbar ist.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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