# Unterkühlung bei Reptilien

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/unterkuehlung-reptilien
Tierarten: Reptilien
Synonyme: Unterkühlung, Hypothermie, Auskühlung
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Ein gefährliches Absinken der Körpertemperatur, das den Stoffwechsel zum Erliegen bringt.

## Was ist das?

Bei der Unterkühlung sinkt die Körpertemperatur des Reptils unter den für seine Art notwendigen Bereich. Da Reptilien ihre Wärme aus der Umgebung beziehen, fahren bei Kälte nach und nach alle Körperfunktionen herunter: Verdauung, Immunabwehr, Kreislauf und Bewegung verlangsamen sich deutlich. Ein dauerhaft zu kühles Terrarium, ein Ausfall der Heizung oder ein Transport bei niedrigen Temperaturen führen dazu, dass das Tier träge wird, das Futter nicht mehr verdaut und anfällig für Infektionen wird. Unverdautes Futter kann im Magen liegen bleiben und sich zersetzen, was zusätzliche Probleme verursacht. Weil das geschwächte Immunsystem Erregern kaum noch etwas entgegensetzt, ebnet eine anhaltende Unterkühlung häufig den Weg für Atemwegs- und andere Infektionen. Sie ist damit ein ernstes Haltungsproblem.

## Typische Anzeichen

Eine Unterkühlung zeigt sich durch:
– Trägheit und Teilnahmslosigkeit
– stark verlangsamte Bewegungen
– Futterverweigerung und gestörte Verdauung
– flache, langsame Atmung
– kühler Körper

## Mögliche Ursachen

Häufige Ursachen sind:
– defekte oder ausgefallene Heizung
– zu niedrig eingestellte Temperaturen
– Zugluft oder kalter Standort
– Stromausfall

## Was Sie tun können

Erhöhen Sie die Temperatur langsam in den artgerechten Bereich, da eine zu schnelle Erwärmung den Kreislauf belastet. Überprüfen Sie Heiztechnik und Thermometer regelmäßig.

## Wann zum Tierarzt

Sorgen Sie bei einer Unterkühlung zunächst dafür, dass das Tier langsam wieder auf die für seine Art richtige Temperatur kommt, und überprüfen Sie die Technik im Terrarium. Bleibt das Reptil trotz behutsamer Erwärmung träge und teilnahmslos oder kommen Anzeichen einer Atemwegsinfektion wie Nasensekret oder erschwerte Atmung hinzu, sollten Sie tierärztlichen Rat einholen, da diese Erkrankung als dringend gilt. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn das Tier trotz Erwärmung träge und teilnahmslos bleibt, wenn die Atmung flach und sehr langsam wird oder wenn es nicht mehr auf Berührung reagiert. In diesen Fällen sollten Sie unverzüglich einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Da unverdautes Futter und ein geschwächtes Immunsystem rasch Folgeprobleme auslösen können, ist eine frühzeitige Abklärung sinnvoll, statt lange abzuwarten.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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