# Vitamin-D3-Überschuss (Hypervitaminose D) bei Reptilien

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/ueberhoehte-vitamin-d3-gabe-hypervitaminose-d-reptilien
Tierarten: Reptilien
Synonyme: Hypervitaminose D, Vitamin-D3-Überschuss, Überdosierung Vitamin D3
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Eine Überversorgung mit Vitamin D3, die zu schädlichen Kalkablagerungen im Körper führt.

## Was ist das?

Der Vitamin-D3-Überschuss, medizinisch Hypervitaminose D, entsteht durch eine dauerhaft zu hohe Zufuhr von Vitamin D3, meist infolge einer übermäßigen Gabe von Präparaten. Vitamin D3 steuert im Körper den Einbau von Kalzium, weshalb ein Übermaß dazu führt, dass zu viel Kalzium aus dem Futter aufgenommen wird. Dieses überschüssige Kalzium lagert sich dann in Weichgeweben wie Nieren, Blutgefäßen und Muskeln ab, wo es eigentlich nicht hingehört. Diese als Verkalkung bezeichnete Ablagerung schädigt die betroffenen Organe und beeinträchtigt ihre Funktion. Besonders gefährdet sind Tiere, denen zusätzlich zu ihrer Nahrung Vitamin D3 verabreicht wird, obwohl sie über UVB-Licht bereits eigenes Vitamin D3 bilden. Die Hypervitaminose D ist damit eine Folge gut gemeinter, aber übertriebener Nahrungsergänzung.

## Typische Anzeichen

Anzeichen können sein:
– Teilnahmslosigkeit und Schwäche
– Appetitlosigkeit
– Gewichtsverlust
– Bewegungsunlust
– Verschlechterung des Allgemeinzustands

## Mögliche Ursachen

Begünstigend wirken:
– übermäßige Gabe von Vitamin-D3-Präparaten
– gleichzeitige hohe Kalziumzufuhr
– falsch dosierte Nahrungsergänzung
– Verwechslung von Präparaten

## Was Sie tun können

Verabreichen Sie Vitaminpräparate nur sparsam und gemäß fachlicher Empfehlung und setzen Sie auf eine gute UVB-Versorgung statt Überdosierung. Notieren Sie, was Sie wann gegeben haben.

## Wann zum Tierarzt

Ein Vitamin-D3-Überschuss ist dringend abzuklären, da drohende Organschäden schwerwiegend und teils bleibend sind. Besteht der Verdacht auf eine Überversorgung, etwa nach häufiger oder hoher Präparategabe, sollten Sie tierärztlichen Rat einholen, damit die Versorgung neu eingestellt werden kann. Stellen Sie eigenständige Gaben von Vitamin-D3-Präparaten bis zur Abklärung ein und prüfen Sie die bisherige Zufuhr. Beobachten Sie, ob Ihr Tier schwächer wird, weniger frisst oder sich weniger bewegt. Ein sofortiger Notfall liegt vor bei völliger Futterverweigerung mit Teilnahmslosigkeit, bei zunehmender Bewegungsunfähigkeit oder Schwäche sowie bei Krampfanfällen. In diesen Fällen sollten Sie nicht abwarten, sondern umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Bringen Sie nach Möglichkeit Angaben zu den verwendeten Präparaten mit, das erleichtert die Einordnung.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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