# Sommerekzem beim Pferd

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/sommerekzem-pferd
Tierarten: Pferde
Dringlichkeit: beobachten
Stand: 2026-07-23

Allergische Hautreaktion auf Insektenstiche mit starkem Juckreiz an Mähne und Schweif.

## Was ist das?

Das Sommerekzem ist eine allergische Hautreaktion (Hypersensitivität) auf den Speichel von Kriebelmücken und Gnitzen. Bei diesem Krankheitsbild reagiert das Immunsystem des Pferds übermäßig auf die Stiche dieser Insekten, wodurch sich die Haut entzündet und stark juckt. Der Juckreiz betrifft vor allem den Mähnenkamm und die Schweifrübe, seltener auch Bauch oder Kopf. Weil sich die Pferde zur Linderung intensiv scheuern, entstehen kahle, verdickte und teils offene Hautstellen. Das Sommerekzem tritt saisonal in der warmen Jahreszeit auf, wenn die Insekten aktiv sind, und kehrt meist jedes Jahr wieder. Für betroffene Pferde bedeutet der anhaltende Juckreiz einen erheblichen Leidensdruck, der sich mit vorbeugendem Insektenschutz mildern lässt.

## Typische Anzeichen

Betroffene Pferde scheuern sich intensiv:
– kahle, gescheuerte Stellen an Mähne und Schweif
– verdickte, schuppige Haut
– offene, nässende Wunden
– starke Unruhe durch Juckreiz

## Mögliche Ursachen

Das Sommerekzem hat eine allergische Grundlage:
– Stiche von Kriebelmücken und Gnitzen
– genetische Veranlagung
– Haltung in mückenreichen Gebieten
– geschwächtes Immunsystem

## Was Sie tun können

Schützen Sie Ihr Pferd mit Ekzemerdecke und Insektenschutz und vermeiden Sie Weidegang in der Dämmerung. Eine zugige, höher gelegene Weide reduziert die Belastung durch Mücken.

## Wann zum Tierarzt

Das Sommerekzem lässt sich vor allem durch konsequenten Insektenschutz und Management lindern, sollte bei stärkerer Ausprägung aber tierärztlich begleitet werden. Holen Sie tierärztlichen Rat ein, wenn durch das Scheuern offene, entzündete Wunden entstanden sind, sich die Haut deutlich verdickt oder das Pferd unter sehr starkem Juckreiz und Leidensdruck steht. Ein Tierarzt kann die Beschwerden lindern und einer Verschlimmerung sowie zusätzlichen Hautinfektionen vorbeugen. Beobachten Sie die betroffenen Stellen regelmäßig, um Veränderungen früh zu erkennen. Zeigen sich nässende, eitrige oder stark entzündete Wunden oder wirkt das Pferd durch den Dauerjuckreiz erkennbar beeinträchtigt, sollten Sie nicht bis zum Saisonende warten, sondern zeitnah eine Untersuchung veranlassen.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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