# Schwimmblasenstörung bei Fischen

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/schwimmblasenentzuendung-fische
Tierarten: Fische
Dringlichkeit: beobachten
Stand: 2026-07-23

Störung des Auftriebsorgans mit Lage- und Schwimmproblemen.

## Was ist das?

Die Schwimmblasenstörung betrifft die Schwimmblase, jenes innere Organ, mit dem Fische ihren Auftrieb im Wasser regulieren. Ist ihre Funktion gestört, können die Tiere ihre Lage im Wasser nicht mehr richtig kontrollieren: Sie schwimmen schief oder kopfüber, treiben unkontrolliert an die Oberfläche oder sinken kraftlos zum Boden ab. Als Ursachen kommen unter anderem eine falsche oder zu üppige Fütterung, Verstopfung, Verdauungsprobleme, ungünstige Wasserwerte, niedrige Temperaturen oder Infektionen infrage. Manche Störungen treten nur vorübergehend nach dem Fressen auf, andere halten über längere Zeit an. Für den Fisch bedeutet die gestörte Auftriebsregulierung erheblichen Stress, weil sowohl das Schwimmen als auch die Nahrungsaufnahme erschwert sind. Je nach Ursache reicht das Bild von leichten, kurzzeitigen Lageproblemen bis zu dauerhaften Beeinträchtigungen.

## Typische Anzeichen

Folgende Auffälligkeiten sind typisch:
– Schieflage oder Kopfüber-Schwimmen
– Auftreiben oder Absinken
– Schwierigkeiten, die Position zu halten

## Mögliche Ursachen

Mögliche Auslöser sind:
– Verstopfung durch unpassende Fütterung
– Entzündungen oder Verformungen
– zu kaltes Wasser

## Was Sie tun können

Füttern Sie abwechslungsreich und vermeiden Sie Überfütterung, ein Fastentag kann helfen. Halten Sie die Temperatur im artgerechten Bereich.

## Wann zum Tierarzt / Maßnahmen

Bei einer Schwimmblasenstörung ist fachkundige Abklärung sinnvoll, wenn die Lageprobleme anhalten, sich verschlimmern oder immer wieder auftreten, da sich dahinter ganz unterschiedliche Ursachen verbergen können. Beobachten Sie den Fisch zunächst genau und überprüfen Sie Fütterung und Wasserwerte, da beide häufig eine Rolle spielen. Eine zeitnahe Beratung ist ratsam, wenn der Fisch dauerhaft schief, kopfüber oder auf dem Rücken treibt, nicht mehr an sein Futter gelangt oder deutlich an Kraft verliert. Dringlicher wird es, wenn zusätzlich Anzeichen einer schwereren Erkrankung wie ein aufgeblähter Bauch, Atemnot oder anhaltende Teilnahmslosigkeit hinzukommen. Warten Sie nicht wochenlang ab, sondern lassen Sie die Ursache fischmedizinisch einschätzen, damit gezielt geholfen und dem Fisch unnötiges, anhaltendes Leiden erspart werden kann.

---

Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

Tierärztliche Videoberatung: https://live.vetguru.de