# Schleimbeutelentzündung beim Pferd

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/schleimbeutelentzuendung-pferd
Tierarten: Pferde
Dringlichkeit: beobachten
Stand: 2026-07-23

Entzündung eines Schleimbeutels mit Schwellung an Gelenken.

## Was ist das?

Eine Schleimbeutelentzündung beim Pferd, medizinisch Bursitis genannt, ist die Entzündung eines flüssigkeitsgefüllten Polsters im Bewegungsapparat. Solche Schleimbeutel liegen an stark beanspruchten Stellen zwischen Knochen, Sehnen und Haut und wirken dort wie ein Puffer, der Reibung mindert. Wird ein Schleimbeutel durch Druck, Stoß, Dauerbelastung oder eine Verletzung gereizt, bildet er vermehrt Flüssigkeit, und es entsteht eine weiche, oft gut sichtbare Schwellung. Typische Stellen sind das Sprunggelenk, der Ellbogen oder der Widerrist. Die Entzündung kann harmlos und schmerzlos verlaufen, aber auch schmerzhaft werden oder sich infizieren. Ihre Bedeutung liegt darin, dass hinter der Schwellung eine anhaltende Belastung oder eine Infektion stecken kann, die das Pferd beeinträchtigt.

## Typische Anzeichen

Die Entzündung zeigt sich als Schwellung:
– weiche, fluktuierende Vorwölbung
– gelegentlich Wärme
– meist geringe oder keine Lahmheit
– bevorzugt an exponierten Gelenken

## Mögliche Ursachen

Verschiedene Faktoren kommen infrage:
– wiederholter Druck und Reibung
– Schläge und Stöße
– Liegen auf hartem Boden
– eindringende Infektionen

## Was Sie tun können

Sorgen Sie für weiche Einstreu und vermeiden Sie Druck auf die betroffene Stelle. Kühlen kann die Schwellung lindern.

## Wann zum Tierarzt

Eine Schleimbeutelentzündung dürfen Sie zunächst aufmerksam beobachten, da viele Schwellungen kühl und schmerzlos bleiben. Zeigt sich die betroffene Stelle jedoch warm, schmerzhaft oder tritt eine Lahmheit auf, sollten Sie den Tierarzt hinzuziehen, um eine ernstere Reizung oder Infektion auszuschließen. Gleiches gilt, wenn die Schwellung rasch größer wird, immer wiederkehrt oder das Allgemeinbefinden des Pferdes leidet. Je früher die auslösende Belastung erkannt und abgestellt wird, desto besser lässt sich ein chronischer Verlauf vermeiden. Umgehend tierärztliche Hilfe ist nötig, wenn zusätzlich Fieber, eine offene Wunde nahe der Schwellung oder eine deutliche, plötzlich einsetzende Lahmheit auftreten. Diese Zeichen können auf eine infizierte Bursitis hindeuten, die rasch behandelt werden muss, um bleibende Schäden am Gelenk zu verhindern.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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