# Sauerstoffmangel bei Fischen

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/sauerstoffmangel-fische
Tierarten: Fische
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-10-01

Akuter Mangel an gelöstem Sauerstoff im Wasser.

## Was ist das?

Sauerstoffmangel (Hypoxie) bezeichnet einen zu niedrigen Gehalt an gelöstem Sauerstoff im Wasser, sodass die Fische nicht mehr genug Sauerstoff für ihre Atmung erhalten. Der Sauerstoffgehalt kann aus verschiedenen Gründen sinken, etwa bei hohen Temperaturen, starker Überbesetzung, zu vielen zersetzenden Futter- und Pflanzenresten, ausgefallener Belüftung oder nachts durch den Sauerstoffverbrauch der Pflanzen im Becken. Weil Fische ihren Sauerstoff über die Kiemen aus dem Wasser aufnehmen, geraten sie bei einem Mangel rasch in Atemnot. Typischerweise sammeln sich die Tiere nach Luft ringend dicht an der Oberfläche, atmen sichtbar angestrengt und werden zunehmend träge und teilnahmslos. Ein ausgeprägter Sauerstoffmangel betrifft meist mehrere Fische im Becken gleichzeitig und kann bereits innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden.

## Typische Anzeichen

Typische Hinweise sind:
– Schnappen an der Wasseroberfläche
– gemeinsames Sammeln nahe dem Auslauf
– schnelle Kiemenbewegung, Trägheit

## Mögliche Ursachen

Auslöser können sein:
– hohe Wassertemperaturen
– Überbesatz, fehlende Belüftung
– Algenblüte oder verrottende Pflanzen

## Was Sie tun können

Erhöhen Sie sofort die Belüftung und Wasserbewegung, etwa durch eine Luftpumpe. Senken Sie bei Hitze vorsichtig die Temperatur und entfernen Sie faulendes Material.

## Wann zum Tierarzt / Maßnahmen

Bei Sauerstoffmangel ist sofortiges Handeln erforderlich, sobald mehrere Fische an der Oberfläche nach Luft ringen, sichtbar angestrengt atmen oder auffällig träge werden. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn zahlreiche Tiere gleichzeitig in Atemnot geraten, dicht unter der Oberfläche schnappen oder bereits einzelne Fische verenden. Kontaktieren Sie in dieser Lage umgehend eine auf Fische spezialisierte Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie die betroffenen Tiere beziehungsweise eine Wasserprobe ohne Verzögerung dort vor. Warten Sie nicht ab, ob sich die Lage von selbst bessert. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, fahren Sie aber auch dann sofort los, wenn Sie niemanden erreichen – der Anruf darf den Weg zur Praxis nicht aufhalten.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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