# Rückenmarkserkrankung beim Hund

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/rueckenmarkserkrankung-hund
Tierarten: Hund
Synonyme: Rückenmarksschaden, Myelopathie
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-06-28

Bei einer Rückenmarkserkrankung ist die Nervenbahn im Rücken geschädigt, was Bewegung und Gefühl beeinträchtigen kann.

## Was ist das?

Das Rückenmark ist der große Nervenstrang, der im Wirbelkanal verläuft und Signale zwischen Gehirn und Körper überträgt. Bei einer Rückenmarkserkrankung ist diese wichtige Leitungsbahn geschädigt, etwa durch Druck, Entzündung, Durchblutungsstörungen oder Verschleiß. Je nachdem, welcher Abschnitt betroffen ist, kommt es zu Schwäche, Lähmungen, Gefühlsstörungen oder Schmerzen. Solche Erkrankungen können plötzlich oder langsam fortschreitend auftreten und betreffen oft die Hinterhand.

## Typische Anzeichen

Eine Rückenmarkserkrankung zeigt sich durch Bewegungs- und Gefühlsstörungen.
– Schwäche oder Lähmung, häufig der Hinterbeine
– unsicherer, schwankender oder schleifender Gang
– Knicken in den Gelenken oder Überköten der Pfoten
– Schmerzäußerungen bei Berührung des Rückens
– mitunter Probleme bei Harn- und Kotabsatz

## Mögliche Ursachen

Erkrankungen des Rückenmarks können verschiedene Ursachen haben.
– Bandscheibenvorfälle mit Druck auf das Rückenmark
– Verletzungen der Wirbelsäule
– Entzündungen oder Infektionen
– Durchblutungsstörungen
– altersbedingter, langsam fortschreitender Nervenabbau

## Was Sie tun können

Halten Sie Ihren Hund ruhig, vermeiden Sie Springen und Treppensteigen und unterstützen Sie ihn behutsam beim Gehen. Lagern Sie ihn weich und helfen Sie ihm bei Bedarf beim Lösen. Beobachten Sie, welche Gliedmaßen betroffen sind und ob Schmerzen bestehen.

## Wann zum Tierarzt

Lassen Sie Bewegungsstörungen, Schwäche der Hinterhand oder Rückenschmerzen tierärztlich abklären. Bei plötzlicher Lähmung, starken Schmerzen oder ausbleibendem Harnabsatz ist rasches Handeln erforderlich.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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