# Räude beim Hund

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/raeude-hund
Tierarten: Hund
Synonyme: Räude, Sarkoptesräude, Demodikose
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Räude ist eine durch Milben verursachte Hauterkrankung, die starken Juckreiz, Haarausfall und entzündete Haut hervorruft.

## Was ist das?

Räude beim Hund ist eine Hauterkrankung, die durch winzige Milben verursacht wird, die in oder auf der Haut leben. Je nach Milbenart gräbt sich der Erreger in die oberen Hautschichten ein oder besiedelt die Haarfollikel, wodurch die Haut stark gereizt wird. Die Folge sind heftiger Juckreiz, Haarausfall, Rötungen und Entzündungen, die den Hund erheblich belasten. Manche Formen der Räude sind hochansteckend und können vorübergehend auch auf andere Tiere oder den Menschen übergehen, während andere vor allem bei geschwächtem Immunsystem oder Jungtieren auftreten. Durch das anhaltende Kratzen und Scheuern verschlechtert sich die Haut zusätzlich und kann sich mit Bakterien infizieren. Räude ist grundsätzlich behandelbar, sollte aber wegen der starken Belastung und der Ansteckungsgefahr zügig tierärztlich abgeklärt werden.

## Typische Anzeichen

Die Beschwerden betreffen vor allem Haut und Fell. Häufig beobachtete Anzeichen sind:
– intensiver, oft quälender Juckreiz
– kahle Stellen, besonders an Ohrrändern, Ellenbogen, Bauch und Beinen
– gerötete, schuppige oder verkrustete Haut
– verdickte, faltige Haut bei länger bestehendem Befall
– Unruhe und gestörter Schlaf durch ständiges Kratzen

## Mögliche Ursachen

Räude wird durch verschiedene Milbenarten ausgelöst. Mögliche Ursachen und begünstigende Faktoren sind:
– ansteckende Grabmilben, die von Tier zu Tier übertragen werden
– Demodexmilben, die bei geschwächter Abwehr überhandnehmen
– ein unreifes Immunsystem bei Welpen
– Grunderkrankungen oder Stress, die die Abwehr schwächen
– enger Kontakt zu befallenen Tieren oder kontaminierter Umgebung

## Was Sie tun können

Halten Sie betroffene Hunde von anderen Tieren fern, um eine Ansteckung zu vermeiden, und reinigen Sie Liegeplätze und Decken gründlich. Vermeiden Sie es, die juckenden Stellen zusätzlich zu reizen, und schützen Sie aufgekratzte Haut vor Verschmutzung. Da die Milbenart bestimmt werden muss, ist eine tierärztliche Abklärung für eine gezielte Behandlung wichtig.

## Wann zum Tierarzt

Stellen Sie Ihren Hund tierärztlich vor, wenn Sie starken Juckreiz, kahle Stellen, entzündete, verkrustete oder verdickte Haut bemerken oder wenn Ihr Hund sich anhaltend scheuert und kratzt. Auch bei Verdacht auf eine Ansteckung anderer Tiere oder von Menschen im Haushalt sollte zeitnah eine Untersuchung erfolgen, damit die Räude sicher bestimmt und behandelt werden kann. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn großflächig offene, stark entzündete oder eitrige Hautstellen entstehen, wenn Ihr Hund hohes Fieber und deutliche Teilnahmslosigkeit zeigt oder sich durch unstillbares Kratzen ernsthaft selbst verletzt. In solchen Fällen sollten Sie nicht abwarten, sondern rasch die nächste Tierarztpraxis oder den Notdienst aufsuchen, da die geschädigte Haut und der geschwächte Allgemeinzustand den Hund gefährden können.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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