# Räude beim Hund

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/raeude-hund
Tierarten: Hund
Synonyme: Räude, Sarkoptesräude, Demodikose
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-06-28

Räude ist eine durch Milben verursachte Hauterkrankung, die starken Juckreiz, Haarausfall und entzündete Haut hervorruft.

## Was ist das?

Räude ist eine Hauterkrankung, die durch winzige Milben verursacht wird, die in oder auf der Haut des Hundes leben. Je nach Milbenart gräbt sich der Erreger in die Haut ein oder besiedelt die Haarfollikel, was zu starkem Juckreiz, Haarausfall und Entzündungen führt. Manche Formen der Räude sind hochansteckend und können auf andere Tiere oder vorübergehend auf den Menschen übergehen, andere treten vor allem bei geschwächtem Immunsystem auf. Räude ist behandelbar, sollte aber wegen der starken Belastung für den Hund zügig abgeklärt werden.

## Typische Anzeichen

Die Beschwerden betreffen vor allem Haut und Fell. Häufig beobachtete Anzeichen sind:
– intensiver, oft quälender Juckreiz
– kahle Stellen, besonders an Ohrrändern, Ellenbogen, Bauch und Beinen
– gerötete, schuppige oder verkrustete Haut
– verdickte, faltige Haut bei länger bestehendem Befall
– Unruhe und gestörter Schlaf durch ständiges Kratzen

## Mögliche Ursachen

Räude wird durch verschiedene Milbenarten ausgelöst. Mögliche Ursachen und begünstigende Faktoren sind:
– ansteckende Grabmilben, die von Tier zu Tier übertragen werden
– Demodexmilben, die bei geschwächter Abwehr überhandnehmen
– ein unreifes Immunsystem bei Welpen
– Grunderkrankungen oder Stress, die die Abwehr schwächen
– enger Kontakt zu befallenen Tieren oder kontaminierter Umgebung

## Was Sie tun können

Halten Sie betroffene Hunde von anderen Tieren fern, um eine Ansteckung zu vermeiden, und reinigen Sie Liegeplätze und Decken gründlich. Vermeiden Sie es, die juckenden Stellen zusätzlich zu reizen, und schützen Sie aufgekratzte Haut vor Verschmutzung. Da die Milbenart bestimmt werden muss, ist eine tierärztliche Abklärung für eine gezielte Behandlung wichtig.

## Wann zum Tierarzt

Stellen Sie Ihren Hund tierärztlich vor, wenn Sie starken Juckreiz, kahle Stellen oder entzündete, verkrustete Haut bemerken. Auch bei Verdacht auf Ansteckung anderer Tiere oder Menschen im Haushalt sollte zeitnah eine Untersuchung erfolgen.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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