# Eierstockzysten beim Meerschweinchen

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/ovarialzysten-nagetiere
Tierarten: Nagetiere
Synonyme: Ovarialzysten, Eierstockzysten
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Mit Flüssigkeit gefüllte Blasen an den Eierstöcken, häufig bei älteren Meerschweinchen-Weibchen.

## Was ist das?

Eierstockzysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Blasen, die sich an den Eierstöcken bilden. Beim weiblichen Meerschweinchen kommen sie sehr häufig vor, vor allem im mittleren bis höheren Alter. Solche Zysten können mit der Zeit stark wachsen, einen großen Teil des Bauchraums ausfüllen und zudem den Hormonhaushalt des Tieres durcheinanderbringen. Als Folge der hormonellen Veränderungen zeigt sich oft ein auffälliger, symmetrischer Haarausfall an beiden Flanken. Große Zysten verursachen darüber hinaus Druck und Schmerzen im Bauchraum und können das Fressverhalten und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen. Weil Eierstockzysten beim Meerschweinchen so verbreitet und zugleich meist gut behandelbar sind, lohnt es sich, entsprechende Anzeichen frühzeitig abklären zu lassen, statt sie hinzunehmen.

## Typische Anzeichen

Eierstockzysten zeigen sich über Fell und Bauch:
– Symmetrischer Haarausfall an beiden Flanken
– Ein zunehmend umfangreicher Bauch
– Verändertes Verhalten, vermehrte Unruhe oder Aufreiten
– Fressunlust und Druckempfindlichkeit
– Manchmal tastbare Umfangsvermehrung im Bauch

## Mögliche Ursachen

Zysten entstehen hormonell bedingt:
– Hormonelle Veränderungen bei nicht kastrierten Weibchen
– Zunehmendes Alter
– Veranlagung der Tierart
– Hormonelles Ungleichgewicht

## Was Sie tun können

Beobachten Sie Fell, Bauchumfang und Verhalten und tasten Sie behutsam nach Veränderungen. Drücken Sie nicht auf den Bauch.

## Wann zum Tierarzt

Bei Anzeichen wie symmetrischem Haarausfall an den Flanken, einem zunehmend dicker werdenden Bauch, verändertem Verhalten oder nachlassendem Appetit sollten Sie einen Tierarzt die Eierstöcke untersuchen lassen, da Eierstockzysten in der Regel gut behandelbar sind. Je früher die Ursache erkannt wird, desto besser lässt sich das Tier entlasten. Warten Sie deshalb nicht ab, wenn Ihnen solche Veränderungen auffallen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Tier über mehrere Stunden vollständig das Futter verweigert, wenn der Bauch plötzlich stark aufgebläht und gespannt ist oder wenn es teilnahmslos wird und deutlich schwächelt. Solche Zeichen deuten auf eine bedrohliche Verschlechterung hin. In diesen Fällen müssen Sie umgehend tierärztliche Hilfe aufsuchen, notfalls über einen tierärztlichen Notdienst, damit das Tier rasch versorgt werden kann.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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