# Ohrtumor beim Igel (Exoten)

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/ohrtumor-igel-exoten
Tierarten: Exoten
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Wucherung am Ohr, die beim Igel das Gehör und Gleichgewicht beeinträchtigen kann.

## Was ist das?

Ein Ohrtumor ist eine Gewebewucherung im Bereich des Ohrs beim Igel, medizinisch als Neoplasie des Ohrs bezeichnet. Solche Wucherungen können von der Ohrmuschel, dem Gehörgang oder umliegendem Gewebe ausgehen und sowohl gut- als auch bösartig sein. Sichtbar werden sie oft als Schwellung, Knoten oder Verdickung am oder im Ohr. Je nach Lage und Größe können sie das Gehör beeinträchtigen, auf das Gleichgewichtsorgan drücken und so zu einer Kopfschiefhaltung führen oder das umliegende Gewebe verdrängen. Manche Tumoren neigen dazu, aufzubrechen, zu bluten oder sich zu entzünden. Für den Igel bedeutet ein Ohrtumor je nach Ausprägung Schmerzen, Orientierungsprobleme und eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens. Weil sich hinter einer Schwellung am Ohr sowohl harmlose als auch ernste Veränderungen verbergen können, ist eine Abklärung wichtig.

## Typische Anzeichen

Achten Sie auf folgende Anzeichen:
– sichtbare Schwellung oder Knoten am Ohr
– Kopfschiefhaltung
– Kratzen am Ohr
– Gleichgewichtsstörungen
– Ausfluss

## Mögliche Ursachen

Mögliche Ursachen sind:
– höheres Lebensalter
– genetische Veranlagung
– chronische Entzündungen
– unklare zellbiologische Faktoren

## Was Sie tun können

Beobachten Sie das Ohr und die Kopfhaltung Ihres Igels. Notieren Sie Veränderungen in Größe und Verhalten.

## Wann zum Tierarzt

Lassen Sie eine Schwellung, einen Knoten oder eine Verdickung am oder im Ohr Ihres Igels zeitnah tierärztlich abklären, auch wenn das Tier zunächst kaum beeinträchtigt wirkt. Je früher eine Wucherung beurteilt wird, desto besser lassen sich Art und mögliche Behandlung einschätzen. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn eine starke Kopfschiefhaltung mit Gleichgewichtsverlust auftritt, wenn es aus dem Ohr anhaltend blutet oder wenn Ihr Igel das Futter verweigert und zunehmend apathisch wird. Bringen Sie ihn dann ohne Verzögerung in die nächste geöffnete Praxis oder Klinik und rufen Sie möglichst vorab an. Vermeiden Sie es, an der Schwellung zu drücken oder daran zu manipulieren, und halten Sie das Tier ruhig. Ziel der Untersuchung ist es, die Veränderung einzuordnen und das weitere Vorgehen festzulegen.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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