# Ohrentzündung beim Hund

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/ohrentzuendung-hund
Tierarten: Hund
Synonyme: Otitis, Otitis externa, Entzündung des Gehörgangs
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Eine Ohrentzündung ist eine schmerzhafte Entzündung des Gehörgangs, die Juckreiz, Geruch und Ausfluss verursacht.

## Was ist das?

Eine Ohrentzündung beim Hund, fachlich Otitis, ist eine Entzündung des Gehörgangs, also des Bereichs zwischen der Ohröffnung und dem Trommelfell. Durch die Entzündung schwillt die empfindliche Haut im Ohr an, es bildet sich vermehrt Sekret, und das Ohr wird schmerzhaft, juckt und riecht oft unangenehm. Hunde mit Schlappohren, viel Haar im Gehörgang oder engen Gehörgängen sind besonders anfällig, weil sich dort Wärme und Feuchtigkeit stauen und Bakterien oder Hefepilze gute Bedingungen finden. Häufig steckt zudem eine Grundursache wie eine Allergie, Parasiten oder ein Fremdkörper dahinter. Ohrentzündungen sind für den Hund sehr unangenehm und können bei wiederholtem oder unbehandeltem Verlauf den Gehörgang dauerhaft schädigen und sogar tiefer liegende Ohrbereiche in Mitleidenschaft ziehen.

## Typische Anzeichen

Die Beschwerden konzentrieren sich auf den Kopf- und Ohrbereich. Häufig beobachtete Anzeichen sind:
– häufiges Kopfschütteln und Kratzen am Ohr
– gerötete, geschwollene Ohrinnenseite
– vermehrter, oft riechender Ohrenschmalz oder Ausfluss
– Schmerzempfindlichkeit und Berührungsscheu am Ohr
– schiefe Kopfhaltung in Richtung des betroffenen Ohres

## Mögliche Ursachen

Eine Ohrentzündung hat meist mehrere zusammenwirkende Ursachen. Mögliche Auslöser sind:
– Allergien, die die Ohrhaut empfindlich machen
– Ohrmilben oder andere Parasiten
– Feuchtigkeit im Ohr, etwa nach dem Baden
– übermäßige Vermehrung von Bakterien oder Hefepilzen
– Fremdkörper wie Grannen oder anatomisch enge Gehörgänge

## Was Sie tun können

Halten Sie die Ohren Ihres Hundes trocken, besonders nach dem Baden oder Schwimmen, und vermeiden Sie es, mit Wattestäbchen tief im Gehörgang zu reinigen, da dies das Ohr zusätzlich reizt. Beobachten Sie die Ohren regelmäßig auf Rötung, Geruch oder Ausfluss. Da Ohrentzündungen häufig eine Grundursache wie eine Allergie haben, ist deren Abklärung für dauerhafte Besserung wichtig.

## Wann zum Tierarzt

Stellen Sie Ihren Hund tierärztlich vor, wenn das Ohr gerötet, geschwollen, schmerzhaft oder riechend ist, vermehrt Sekret bildet oder Ihr Hund häufig den Kopf schüttelt und sich am Ohr kratzt. Auch wiederkehrende Ohrentzündungen sollten abgeklärt werden, damit die zugrunde liegende Ursache gefunden und der Gehörgang vor dauerhaften Schäden bewahrt wird. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn plötzlich starke Schmerzen mit Jaulen schon bei leichter Berührung auftreten, wenn Ihr Hund den Kopf deutlich schief hält und torkelt oder wenn Augenzittern und Gleichgewichtsstörungen hinzukommen. Solche Anzeichen können auf eine Beteiligung tieferer Ohrabschnitte hindeuten, weshalb Sie dann ohne Verzögerung die nächste Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen sollten, statt den weiteren Verlauf abzuwarten.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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