# Nebennierenerkrankung bei Nagetieren

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/nebennierenerkrankung-nagetiere
Tierarten: Nagetiere
Synonyme: Hyperadrenokortizismus, Nebennierenüberfunktion, Cushing
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Eine Störung der Nebennieren, die durch ein Übermaß an Hormonen den Körper belastet.

## Was ist das?

Eine Nebennierenerkrankung ist eine Störung der Nebennieren, kleiner Hormondrüsen oberhalb der Nieren, die unter anderem Stresshormone bilden. Bei diesem Krankheitsbild produzieren die Drüsen zu viele dieser Hormone, häufig ausgelöst durch eine Vergrößerung oder einen Tumor der Nebenniere. Das dauerhafte Übermaß an Hormonen belastet den gesamten Körper und stört zahlreiche Abläufe im Stoffwechsel. Typische Folgen sind Haarausfall, eine dünner werdende Haut, vermehrtes Trinken sowie eine geschwächte Abwehr, die das Tier anfälliger für Infekte macht. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend über längere Zeit, sodass die Veränderungen zunächst leicht übersehen werden. Sie betrifft bevorzugt ältere Nagetiere und schreitet ohne Behandlung langsam voran.

## Typische Anzeichen

Eine Nebennierenerkrankung zeigt sich über Fell und Stoffwechsel:
– Symmetrischer Haarausfall am Rumpf
– Dünne, empfindliche Haut
– Vermehrtes Trinken und Harnen
– Erhöhte Infektanfälligkeit
– Manchmal verändertes Verhalten

## Mögliche Ursachen

Die Überfunktion entsteht meist durch eine veränderte Drüse:
– Eine Vergrößerung oder ein Tumor der Nebenniere
– Eine Störung der übergeordneten Hormonsteuerung
– Hohes Alter
– Hormonelle Veranlagung

## Was Sie tun können

Beobachten Sie Fell, Haut, Trinkmenge und Verhalten und sorgen Sie für eine stressarme Haltung. Eine Behandlung sollte tierärztlich abgestimmt werden.

## Wann zum Tierarzt

Weil sich eine Nebennierenerkrankung schleichend entwickelt, sollte ein Tierarzt frühzeitig den Hormonhaushalt abklären, sobald verdächtige Anzeichen auftreten. Stellen Sie Ihr Tier vor, wenn es symmetrisch, also an beiden Körperseiten gleichmäßig, Fell verliert, auffällig viel trinkt oder die Haut dünner wirkt. Auch nachlassende Aktivität oder wiederkehrende Infekte sind Gründe für eine Untersuchung. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn das Tier plötzlich schwach wird oder zusammenbricht, Futter und Wasser vollständig verweigert oder rasch fortschreitend teilnahmslos wird. Solche Zeichen deuten auf eine ernste Entgleisung des Hormonhaushalts hin. In diesen Fällen sollten Sie ohne Verzögerung tierärztliche Hilfe aufsuchen, während bei langsam fortschreitenden Beschwerden ein zeitnaher, aber planbarer Termin ausreicht.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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