# Geburtskomplikation bei Exoten (Exoten)

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/nachgeburtsverhaltung-exoten
Tierarten: Exoten
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-10-01

Probleme während oder nach der Geburt, die bei Exoten lebensbedrohlich sind.

## Was ist das?

Geburtskomplikationen umfassen Schwierigkeiten während oder unmittelbar nach der Geburt bei Exoten, etwa eine verzögerte oder ins Stocken geratene Geburt sowie zurückgehaltenes Gewebe wie eine nicht abgegangene Nachgeburt (Dystokie und Retentio). Normalerweise verläuft die Geburt in geordneten Wehen, mit denen die Jungen und die Nachgeburt ausgetrieben werden. Bleibt dieser Vorgang aus oder gerät er ins Stocken, können Jungtiere feststecken oder Gewebe in der Gebärmutter zurückbleiben. Zurückgehaltenes Material kann sich entzünden und das Muttertier vergiften, während eine langwierige Geburt es zusätzlich stark erschöpft. Solche Komplikationen können sich innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich entwickeln und gefährden Muttertier und Nachwuchs gleichermaßen. Von außen ist dabei oft nicht sicher zu erkennen, ob eine Geburt normal verläuft oder bereits ins Stocken geraten ist. Sie zählen deshalb zu den ernsten geburtshilflichen Notfällen.

## Typische Anzeichen

Folgende Anzeichen können auftreten:
– langes, erfolgloses Pressen
– blutiger oder übelriechender Ausfluss
– Schwäche und Apathie
– Appetitlosigkeit
– Fieber

## Mögliche Ursachen

Mögliche Ursachen sind:
– zu großer Nachwuchs
– Wehenschwäche
– zurückgehaltenes Gewebe
– Infektionen

## Was Sie tun können

Sorgen Sie für eine ruhige, warme Umgebung und stören Sie das Tier möglichst wenig. Beobachten Sie den Verlauf genau.

## Wann zum Tierarzt

Geburtskomplikationen sind ein Notfall. Kontaktieren Sie umgehend eine auf Exoten eingerichtete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie das Muttertier ohne Verzögerung dort vor, wenn die Geburt sich stark verzögert, das Tier lange erfolglos presst, sichtlich erschöpft oder apathisch wirkt, wenn blutiger oder übelriechender Ausfluss auftritt oder wenn zwischen den Jungtieren ungewöhnlich viel Zeit vergeht, ohne dass ein weiteres geboren wird. Auch wenn das Muttertier nach der Geburt zunehmend schwächer wird oder Anzeichen einer Entzündung zeigt, ist die sofortige Vorstellung nötig, da sich der Zustand bei Geburtskomplikationen schnell verschlechtern kann. Je früher fachgerechte Hilfe erfolgt, desto besser sind die Aussichten für Muttertier und Nachwuchs. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis auf Ihr Tier vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie trotzdem sofort los und lassen Sie sich durch weitere Anrufversuche nicht aufhalten.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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