# Nabelentzündung bei Jungtieren bei Reptilien

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/nabelentzuendung-jungtiere-reptilien
Tierarten: Reptilien
Synonyme: Nabelentzündung, Omphalitis, Dottersackentzündung
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Eine Entzündung am Bauchnabel oder Dottersack frisch geschlüpfter Reptilien.

## Was ist das?

Eine Nabelentzündung ist eine Entzündung am Bauchnabel oder am Rest des Dottersacks frisch geschlüpfter Reptilien. Frisch geschlüpfte Tiere tragen am Bauch noch einen Rest des Dottersacks, aus dem sie sich im Ei ernährt haben, sowie eine kleine Nabelstelle, an der dieser angeschlossen war. Solange diese Stelle noch nicht vollständig verschlossen und verheilt ist, bildet sie eine offene Eintrittspforte für Bakterien. Dringen Erreger dort ein, entsteht eine Nabel- oder Dottersackentzündung. Diese ist besonders gefährlich, weil die Bakterien von der Nabelstelle aus leicht in den Körper und in die Blutbahn gelangen und so eine lebensbedrohliche Blutvergiftung auslösen können. Eine saubere, keimarme Umgebung ist deshalb bei Jungtieren in den ersten Lebenstagen entscheidend.

## Typische Anzeichen

Anzeichen einer Nabelentzündung sind:
– gerötete, geschwollene Nabelstelle
– nässender oder eitriger Bauchnabel
– nicht abheilender oder verschmutzter Dottersackrest
– Schwäche und Teilnahmslosigkeit
– Futterverweigerung

## Mögliche Ursachen

Begünstigend wirken:
– unhygienisches Schlupfumfeld
– feuchtes, verschmutztes Substrat
– zu früher Kontakt mit rauem Untergrund
– Verletzungen an der Nabelstelle

## Was Sie tun können

Halten Sie frisch geschlüpfte Tiere auf sauberem, weichem und leicht feuchtem Untergrund und vermeiden Sie Verschmutzungen am Bauch. Lassen Sie den Dottersackrest in Ruhe abheilen.

## Wann zum Tierarzt

Eine Nabelentzündung ist dringend, weil von der Nabelstelle aus rasch eine Blutvergiftung entstehen kann. Bemerken Sie bei einem frisch geschlüpften Reptil eine gerötete, geschwollene oder nässende Nabelstelle, sollten Sie das Tier rasch tierärztlich behandeln lassen. Halten Sie die Umgebung des Jungtieres bis dahin besonders sauber und trocken, um ein weiteres Eindringen von Keimen zu verhindern. Beobachten Sie, ob sich die Rötung ausbreitet oder das Tier schwächer wird. Ein sofortiger Notfall liegt vor bei zunehmender Schwäche und Teilnahmslosigkeit, bei einer sich ausbreitenden Rötung um den Nabel oder bei Futterverweigerung über längere Zeit. In diesen Fällen sollten Sie nicht abwarten, sondern umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Achten Sie darauf, den empfindlichen Dottersackrest nicht zu verletzen.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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