# Myxomatose beim Kaninchen

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/myxomatose-kaninchen
Tierarten: Kaninchen
Synonyme: Kaninchenpest, Myxom
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-07-23

Virusinfektion mit schweren Schwellungen an Kopf und Genitalien, meist tödlich.

## Was ist das?

Die Myxomatose ist eine durch ein Pockenvirus verursachte, hochansteckende Erkrankung der Kaninchen. Das Virus wird häufig über stechende Insekten wie Mücken oder Flöhe übertragen, kann aber auch durch direkten Kontakt weitergegeben werden. Charakteristisch und zugleich gefährlich sind die teigigen Schwellungen, die sich vor allem an Kopf, Lidern, Ohren und Geschlechtsteilen bilden. Diese Schwellungen behindern das Sehen, das Fressen und die Atmung und schwächen das Tier zunehmend. Die meisten unbehandelten und ungeimpften Kaninchen überleben eine Infektion mit Myxomatose nicht, da die Erkrankung meist schwer verläuft. Weil kaum wirksame Behandlungsmöglichkeiten bestehen, kommt der vorbeugenden Impfung eine zentrale Rolle zu. Wegen des schweren Verlaufs gilt die Erkrankung als Notfall, bei dem betroffene Tiere rasch untersucht werden sollten.

## Typische Anzeichen

Die Myxomatose entwickelt sich über einige Tage und zeigt typischerweise:
– Geschwollene, verklebte Augenlider mit Ausfluss
– Teigige Schwellungen an Kopf, Ohren und Genitalien
– Zunehmende Apathie und Fressunlust
– Atemnot durch Schwellungen im Kopfbereich
– Hohes Fieber

## Mögliche Ursachen

Das Virus wird vor allem durch blutsaugende Insekten verbreitet:
– Stiche von Mücken und Stechfliegen
– Kaninchenflöhe als Überträger
– Direkter Kontakt zu erkrankten Tieren
– Verschleppung über Gegenstände und Futter

## Was Sie tun können

Auch hier ist die Impfung der wichtigste Schutz. Halten Sie das Gehege insektensicher, etwa mit Fliegengittern, und vermeiden Sie Kontakt zu Wildkaninchen.

## Wann zum Tierarzt

Teigige Schwellungen an Kopf, Augenlidern, Ohren oder Geschlechtsteilen, verbunden mit Teilnahmslosigkeit oder erschwerter Atmung, sind ein Notfall; lassen Sie betroffene Kaninchen sofort tierärztlich untersuchen. Auch wenn ein Tier zunehmend schlechter frisst, matt wirkt oder die Augen zuschwellen, sollten Sie nicht abwarten. Weil die Myxomatose hochansteckend ist, gilt es zudem, die übrigen Kaninchen zu schützen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Suchen Sie in solchen Fällen ohne Verzögerung eine Praxis oder Klinik auf und kündigen Sie Ihr Kommen möglichst telefonisch an, damit die Ansteckungsgefahr berücksichtigt werden kann. Da kaum wirksame Behandlungen bestehen und der Verlauf meist schwer ist, kommt der vorbeugenden Impfung die größte Bedeutung zu. Sprechen Sie dazu rechtzeitig Ihre Tierarztpraxis an.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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