# Mykoplasmose bei Vögeln

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/mykoplasmose-voegel
Tierarten: Vögel
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Bakterielle Atemwegsinfektion, häufig bei Geflügel und Tauben.

## Was ist das?

Die Mykoplasmose ist eine bakterielle Atemwegsinfektion durch Mykoplasmen, die vor allem bei Geflügel und Tauben vorkommt. Die Erreger besiedeln die Schleimhäute der Atemwege und Augen und lösen dort meist chronische, langwierige Beschwerden aus. Typisch sind Atemgeräusche, Niesen, Nasenausfluss sowie entzündete, tränende oder verklebte Augen. Die Infektion breitet sich häufig in Beständen aus und kann durch engen Kontakt, Stress oder ungünstige Haltungsbedingungen begünstigt werden. Weil die Erkrankung oft schleichend verläuft und immer wieder aufflammt, bleiben betroffene Vögel längere Zeit geschwächt und anfällig für zusätzliche Infektionen. Da sich Mykoplasmen in einer Gruppe leicht ausbreiten, sind das frühzeitige Erkennen und eine gute Haltungshygiene für die Gesundheit des Bestands besonders wichtig.

## Typische Anzeichen

Erkrankte Vögel fallen häufig durch folgende Anzeichen auf:
– Atemgeräusche und Niesen
– Schaumiger Augenausfluss
– Schwellungen am Kopf
– Leistungsabfall

## Mögliche Ursachen

Mehrere Faktoren können eine Rolle spielen:
– Mykoplasmen-Bakterien
– Enger Bestand und Stress
– Begleitinfektionen

## Was Sie tun können

Sorgen Sie für gute Luft, geringe Besatzdichte und Hygiene. Beobachten Sie den Vogel dabei aufmerksam.

## Wann zum Tierarzt

Halten Atemwegsbeschwerden wie Niesen, Atemgeräusche, Nasenausfluss oder entzündete Augen an, sollten Sie einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen, um eine Mykoplasmose oder andere Atemwegsinfektionen abzuklären. Ein Termin ist auch dann ratsam, wenn mehrere Tiere eines Bestands ähnliche Anzeichen zeigen oder der Vogel an Kondition verliert. Zu einem sofortigen Notfall wird die Erkrankung, wenn deutliche Atemnot besteht oder der Vogel mit offenem Schnabel atmet, wenn er apathisch und aufgeplustert dasitzt oder wenn Futterverweigerung mit starker Schwäche einhergeht. Solche Anzeichen deuten auf einen bedrohlichen Verlauf hin und erfordern unverzüglich tierärztliche Hilfe, notfalls über einen Notdienst. Sorgen Sie zusätzlich für frische, staubarme Luft und vermeiden Sie zusätzlichen Stress.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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