# Lungenentzündung (Pneumonie) bei Vögeln

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/lungenentzuendung-voegel
Tierarten: Vögel
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-07-23

Entzündung des Lungengewebes mit schwerer Atemnot.

## Was ist das?

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) bei Vögeln ist eine Entzündung des Lungengewebes mit schwerer Atemnot. Das entzündete Gewebe kann den Sauerstoff nicht mehr ausreichend aufnehmen, sodass die Versorgung des gesamten Körpers gefährdet ist. Ursachen sind häufig Infektionen, das Einatmen von Reizstoffen oder das Übergreifen einer Entzündung aus den oberen Atemwegen. Betroffene Vögel atmen angestrengt, oft mit offenem Schnabel und Schwanzwippen, wirken schwach, aufgeplustert und teilnahmslos. Da das Atemsystem der Vögel sehr leistungsfähig ist, bedeutet eine sichtbare Atemnot bereits eine erhebliche Beeinträchtigung. Eine Lungenentzündung schreitet oft schnell voran und ist lebensbedrohlich, weshalb sie zu den ernstesten Atemwegserkrankungen zählt und sofortiges Handeln erfordert.

## Typische Anzeichen

Betroffene Vögel zeigen oft deutliche Beschwerden:
– Starke Atemnot
– Schwanzwippen im Takt der Atmung
– Aufgeplustertes, schwaches Tier
– Geräusche beim Atmen

## Mögliche Ursachen

Mehrere Faktoren können eine Rolle spielen:
– Infektionen durch Bakterien, Pilze oder Viren
– Vitamin-A-Mangel
– Unterkühlung und Stress

## Was Sie tun können

Halten Sie den Vogel warm und ruhig und sorgen Sie für frische Luft. Beobachten Sie den Vogel dabei aufmerksam.

## Wann zum Tierarzt

Eine Lungenentzündung ist ein sofortiger Notfall - Atemnot ist bei Vögeln immer lebensbedrohlich und erfordert umgehend tierärztliche Hilfe. Atmet der Vogel angestrengt mit offenem Schnabel und Schwanzwippen, zeigt eine bläuliche Färbung oder sitzt aufgeplustert und teilnahmslos am Boden, zählt jede Minute. Warten Sie keinesfalls ab, ob sich die Atmung von selbst bessert, da die Sauerstoffversorgung akut gefährdet ist. Transportieren Sie den Vogel so ruhig und stressarm wie möglich, denn jede Aufregung verschärft die Atemnot. Bringen Sie ihn in eine vogelkundige Praxis oder Tierklinik und beschreiben Sie Beginn und Verlauf der Beschwerden. Auch wenn die Atemnot phasenweise nachlässt, bleibt eine sofortige Untersuchung nötig, weil sich der Zustand jederzeit dramatisch verschlechtern kann.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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