# Kreuzbandriss beim Hund

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/kreuzbandriss-hund
Tierarten: Hund
Synonyme: Kreuzbandruptur, Vorderer Kreuzbandriss, Riss des Kreuzbandes
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Ein Kreuzbandriss ist eine Verletzung des stabilisierenden Bandes im Kniegelenk, die zu plötzlicher Lahmheit führt.

## Was ist das?

Ein Kreuzbandriss beim Hund ist eine Verletzung des Kreuzbandes im Kniegelenk, das das Knie stabilisiert und ein Verrutschen der Knochen gegeneinander verhindert. Reißt dieses Band teilweise oder vollständig, wird das Knie instabil, sodass jeder Schritt Schmerzen bereitet und zu einer Fehlbelastung führt. Anders als beim Menschen reißt das Kreuzband beim Hund oft nicht durch einen einzelnen Unfall, sondern entwickelt sich über eine schleichende Schwächung und Degeneration des Bandes, bis es schließlich schon bei einer normalen Bewegung nachgibt. Das instabile Knie reizt mit der Zeit auch andere Strukturen im Gelenk, etwa den Meniskus, und begünstigt die Entstehung von Arthrose. Ein Kreuzbandriss ist eine häufige Ursache für eine Hinterhandlahmheit und sollte abgeklärt werden, damit das Gelenk nicht weiteren Schaden nimmt.

## Typische Anzeichen

Die Beschwerden betreffen vor allem ein Hinterbein. Häufig beobachtete Anzeichen sind:
– plötzliche oder zunehmende Lahmheit eines Hinterbeins
– Entlasten der betroffenen Gliedmaße, oft nur Aufsetzen der Zehenspitzen
– Schmerzen und Steifheit, besonders nach Belastung
– Schwierigkeiten beim Aufstehen, Springen oder Treppensteigen
– im Sitzen wird das betroffene Bein oft seitlich abgespreizt

## Mögliche Ursachen

Ein Kreuzbandriss entsteht meist aus mehreren Faktoren. Mögliche Ursachen sind:
– schleichende Degeneration und Schwächung des Bandes
– abrupte Drehbewegungen oder Stürze beim Toben
– Übergewicht, das die Kniegelenke überlastet
– Fehlstellungen oder anlagebedingte Schwächen des Kniegelenks
– bereits bestehende Gelenkerkrankungen

## Was Sie tun können

Schonen Sie Ihren Hund und vermeiden Sie wildes Toben, Springen und abrupte Drehbewegungen, die das instabile Knie weiter belasten. Halten Sie ihn an der Leine und auf rutschfestem Untergrund und achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht, um die Gelenke zu entlasten. Beobachten Sie, ob die Lahmheit anhält oder sich verschlimmert.

## Wann zum Tierarzt

Stellen Sie Ihren Hund zeitnah tierärztlich vor, wenn er plötzlich auf einem Hinterbein lahmt, dieses beim Stehen oder Gehen entlastet, beim Aufstehen Schmerzen zeigt oder das Bein nach Belastung immer wieder schont. Eine frühe Abklärung hilft, das instabile Knie zu behandeln und Folgeschäden am Gelenk zu begrenzen, bevor sich eine ausgeprägte Arthrose entwickelt. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn Ihr Hund das Bein vollständig nicht mehr belasten kann, wenn eine sichtbare Fehlstellung oder eine starke Schwellung des Knies auftritt oder wenn er trotz Schonung starke, anhaltende und nicht nachlassende Schmerzen zeigt. In diesen Fällen sollten Sie ohne längeres Abwarten die nächste Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen, damit Ihr Hund rasch untersucht und entlastet werden kann.

---

Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

Tierärztliche Videoberatung: https://live.vetguru.de