# Kokzidiose bei Exoten (Exoten)

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/kokzidiose-exoten
Tierarten: Exoten
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Durch Einzeller verursachte Darmerkrankung, die bei Exoten Durchfall auslöst.

## Was ist das?

Die Kokzidiose ist eine Darmerkrankung bei Exoten, die durch einzellige Parasiten, die Kokzidien, ausgelöst wird. Diese Erreger vermehren sich in der Darmschleimhaut und schädigen sie, wodurch die Verdauung gestört wird und typischerweise Durchfall entsteht. Aufgenommen werden die Parasiten meist über verunreinigtes Futter, Wasser oder Kot, sodass sich die Erkrankung in Beständen unter beengten oder unhygienischen Bedingungen rasch ausbreiten kann. Besonders Jungtiere und bereits geschwächte Tiere sind gefährdet, da sie durch den anhaltenden Durchfall schnell an Flüssigkeit und Nährstoffen verlieren. Für das Tier bedeutet die Kokzidiose eine deutliche Schwächung des gesamten Organismus, die ohne Behandlung zu Abmagerung, Austrocknung und einem lebensbedrohlichen Zustand führen kann. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Abklärung der Beschwerden.

## Typische Anzeichen

Achten Sie auf folgende Anzeichen:
– wässriger, teils blutiger Durchfall
– Abmagerung
– Schwäche und Apathie
– struppiges Fell
– Austrocknung

## Mögliche Ursachen

Mögliche Ursachen sind:
– Aufnahme von Kokzidien über verunreinigtes Futter
– mangelnde Hygiene
– Stress und Überbelegung
– geschwächtes Immunsystem

## Was Sie tun können

Halten Sie das Gehege sauber und entfernen Sie Kot zügig. Lassen Sie bei Durchfall eine Kotprobe untersuchen.

## Wann zum Tierarzt

Bei Verdacht auf eine Kokzidiose sollten Sie zügig eine Praxis aufsuchen, da anhaltender Durchfall Exoten rasch schwächt. Lassen Sie Ihr Tier untersuchen, sobald der Durchfall über einen Tag anhält, es an Gewicht verliert oder sichtbar matter und weniger aktiv wird. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn der Durchfall wässrig oder blutig ist, wenn Ihr Tier zusammenbricht oder ausgeprägt schwach wirkt oder wenn es Futter und Wasser vollständig verweigert. In diesen Fällen sollten Sie umgehend tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, denn dann besteht Lebensgefahr durch Austrocknung. Betroffene Jungtiere gehören besonders früh vorgestellt, da sie am schnellsten auszehren. Da der Erreger nur über eine Kotuntersuchung sicher festgestellt werden kann, ist eine fachkundige Abklärung entscheidend, statt eigenständig zu behandeln oder abzuwarten.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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