# Kiemennekrose bei Fischen

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/kiemennekrose-fische
Tierarten: Fische
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-07-23

Absterben von Kiemengewebe mit schwerer Atemnot.

## Was ist das?

Die Kiemennekrose ist das Absterben von Kiemengewebe bei Fischen. Die Kiemen sind das zentrale Atmungsorgan; über ihre feinen, stark durchbluteten Blättchen nehmen Fische Sauerstoff aus dem Wasser auf. Wird dieses Gewebe geschädigt und stirbt teilweise ab, verkleinert sich die für den Gasaustausch verfügbare Fläche erheblich. Auslöser können schwere bakterielle oder pilzbedingte Infektionen, anhaltend schlechte Wasserqualität, hohe Schadstoffwerte oder ausgeprägter Parasitenbefall sein. Betroffene Fische geraten in zunehmende Atemnot, atmen schnell und angestrengt, werden matt und suchen häufig die sauerstoffreichere Oberfläche auf. Weil die Atmung unmittelbar betroffen ist, bedeutet die Kiemennekrose für den Fisch eine akut lebensbedrohliche Erkrankung, die zu den ernsten Notfällen zählt und rasch fortschreiten kann.

## Typische Anzeichen

Folgende Anzeichen sind typisch:
– starke Atemnot, Schnappen
– blasse oder fleckige Kiemen
– abgespreizte Kiemendeckel

## Mögliche Ursachen

Mögliche Auslöser sind:
– schwere bakterielle oder parasitäre Infektionen
– giftige Wasserwerte (Ammoniak, Nitrit)
– starke Belastung durch Schadstoffe

## Was Sie tun können

Verbessern Sie sofort die Wasserqualität und sorgen Sie für gute Belüftung. Beseitigen Sie mögliche Schadstoffquellen.

## Wann zum Tierarzt / Maßnahmen

Die Kiemennekrose ist ein akuter Notfall, denn eine gestörte Atmung wird für den Fisch rasch lebensbedrohlich. Zeigt ein Tier deutliche Atemnot, atmet schnell und angestrengt, schnappt an der Oberfläche nach Luft oder wird zunehmend apathisch, ist sofortiges Handeln und fachkundige Beratung erforderlich. Sorgen Sie umgehend für eine gute Sauerstoffversorgung und optimale Wasserwerte und holen Sie so schnell wie möglich Rat in einer fischkundigen Praxis ein, um Ursache und weiteres Vorgehen zu klären. Warten Sie keinesfalls ab, bis sich der Zustand weiter verschlechtert oder weitere Fische betroffen sind. Je früher die zugrundeliegende Erkrankung erkannt und angegangen wird, desto größer ist die Chance, den betroffenen Fisch zu stabilisieren und den restlichen Bestand zu schützen.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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