# Kalziummangel beim Kaninchen

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/kalziummangel-kaninchen
Tierarten: Kaninchen
Synonyme: Hypokalzämie
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Mangel an Kalzium im Blut, der Muskeln, Knochen und Nerven beeinträchtigt.

## Was ist das?

Ein Kalziummangel beim Kaninchen, fachsprachlich Hypokalzämie genannt, bedeutet, dass zu wenig Kalzium im Blut verfügbar ist. Kalzium ist für die Funktion von Muskeln, Nerven und Knochen unverzichtbar und muss in einem engen Bereich gehalten werden. Sinkt der Spiegel ab, reagieren Nerven und Muskeln übererregbar, was sich in Zittern, Schwäche und Krämpfen äußern kann. Besonders gefährdet sind trächtige oder säugende Häsinnen, deren Körper einen stark erhöhten Kalziumbedarf hat, um die Jungen zu versorgen. Auch eine unausgewogene Fütterung kann eine Rolle spielen. Das ist bedeutsam, weil ein ausgeprägter Mangel das Zusammenspiel von Muskulatur und Nervensystem empfindlich stört und das Tier rasch schwächen kann.

## Typische Anzeichen

Ein Kalziummangel zeigt sich an Muskeln und Nerven:
– Muskelzittern und Schwäche
– Unsicherer, schwankender Gang
– Krämpfe in schweren Fällen
– Schwäche der Hinterhand
– Bei säugenden Häsinnen rasche Verschlechterung

## Mögliche Ursachen

Ein Mangel entsteht durch erhöhten Bedarf oder ungünstige Fütterung:
– Hoher Bedarf in Trächtigkeit und Säugezeit
– Einseitige, kalziumarme Fütterung
– Störungen der Kalziumaufnahme
– Vitamin-D-Mangel durch fehlendes Tageslicht

## Was Sie tun können

Sorgen Sie für eine ausgewogene Ernährung mit geeignetem Grünfutter und Heu, ohne in das andere Extrem einer Überversorgung zu fallen. Bieten Sie säugenden Häsinnen genug hochwertiges Futter an.

## Wann zum Tierarzt

Ein Kalziummangel ist ein dringender Fall, der zügig tierärztlich abgeklärt werden sollte. Zittern, deutliche Schwäche, ein unsicherer Gang oder Krämpfe, besonders bei säugenden oder hochträchtigen Häsinnen, sind Warnsignale, bei denen Sie nicht lange abwarten sollten. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn anhaltende Krämpfe oder Muskelzuckungen auftreten, das Tier festliegt und nicht mehr aufstehen kann oder eine Bewusstseinstrübung erkennbar wird, gerade bei einer säugenden Häsin. In diesen Fällen zählt jede Minute, und Sie sollten umgehend eine Tierarztpraxis oder Klinik aufsuchen. Da sich der Zustand schnell verschlechtern kann, ist es sinnvoller, bei ersten Anzeichen zu handeln, als eine Selbstbesserung abzuwarten.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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