# Insulinom beim Frettchen (Exoten)

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/insulinom-frettchen-exoten
Tierarten: Exoten
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-10-01

Tumor der Bauchspeicheldrüse, der beim Frettchen gefährlichen Unterzucker auslöst.

## Was ist das?

Das Insulinom ist ein Tumor der insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse des Frettchens und gehört bei dieser Tierart zu den häufigen Tumorerkrankungen des mittleren und höheren Alters. Der Tumor schüttet unkontrolliert Insulin aus, das Hormon, das den Blutzucker senkt. Dadurch fällt der Zuckerspiegel im Blut immer wieder gefährlich ab, was fachlich als Hypoglykämie bezeichnet wird. Da das Gehirn auf eine gleichmäßige Zuckerversorgung angewiesen ist, äußert sich der Mangel in Schwäche, Benommenheit, Speicheln, Zittern oder Krampfanfällen. Typischerweise treten die Beschwerden schubweise auf, oft nach längeren Fresspausen oder Belastung, und lassen zwischenzeitlich wieder nach. Betroffen sind vor allem Frettchen im mittleren und höheren Alter. Für das Frettchen ist die Erkrankung ernst, da schwere Unterzuckerungen lebensbedrohlich werden können und eine tierärztliche Betreuung erfordern.

## Typische Anzeichen

Folgende Anzeichen können auf ein Insulinom hindeuten:
– plötzliche Schwäche und Apathie
– starkes Speicheln und Maulreiben
– stierer Blick und Benommenheit
– Zittern bis hin zu Krampfanfällen
– Schwäche der Hinterhand

## Mögliche Ursachen

Mögliche Ursachen sind:
– tumoröse Veränderung der Inselzellen
– höheres Lebensalter des Frettchens
– genetische und ernährungsbedingte Faktoren

## Was Sie tun können

Wenn Ihr Frettchen benommen wirkt, können Sie etwas Honig auf das Zahnfleisch geben und sofort zur Praxis fahren. Vermeiden Sie lange Nüchternphasen.

## Wann zum Tierarzt

Beim Insulinom besteht immer Handlungsbedarf, da wiederkehrende Unterzuckerungen das Tier gefährden: Stellen Sie Ihr Frettchen zeitnah in einer exotenerfahrenen Praxis vor, wenn es wiederholt benommen wirkt, speichelt, zittert, ins Leere starrt oder nach Fresspausen auffällig schwach ist. Solche Anzeichen deuten auf einen zu niedrigen Blutzucker hin und sollten nicht abgewartet werden, da sich die Schübe ohne Behandlung meist häufen und verstärken. Zu einem sofortigen Notfall wird die Situation, wenn Ihr Frettchen krampft, das Bewusstsein verliert oder nicht mehr ansprechbar ist; fahren Sie dann ohne Verzögerung in eine für Heimtiere und Exoten geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik, da eine schwere Hypoglykämie lebensbedrohlich ist. Unternehmen Sie unterwegs keine eigenen Behandlungsversuche. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie trotzdem sofort los und lassen Sie sich durch weitere Anrufversuche nicht aufhalten.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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