# Weißpünktchenkrankheit der Kiemen bei Fischen

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/ichthyo-kiemen-fische
Tierarten: Fische
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-10-01

Ichthyo-Befall der Kiemen mit Atemnot.

## Was ist das?

Die Weißpünktchenkrankheit der Kiemen ist eine besondere Verlaufsform der Ichthyo, bei der die Erreger nicht die Körperhaut, sondern die Kiemen besiedeln. Normalerweise zeigt sich die Ichthyo durch kleine weiße Punkte auf Haut und Flossen, an denen sie gut zu erkennen ist. Sitzen die Erreger jedoch in den Kiemen, sind diese Punkte von außen nicht sichtbar. Der Befall bleibt dadurch oft lange unbemerkt und stört zugleich die Atmung des Fisches empfindlich. Häufig fällt er erst auf, wenn das Tier bereits schwer atmet und deutlich beeinträchtigt wirkt. Weil die Kiemen für die Sauerstoffaufnahme lebenswichtig sind, ist ein solcher Kiemenbefall besonders ernst zu nehmen. Für den Fisch bedeutet er eine erhebliche Belastung, da er nicht mehr genügend Sauerstoff aufnehmen kann.

## Typische Anzeichen

Auf diese Anzeichen sollten Sie achten:
– starke Atemnot, Schnappen an der Oberfläche
– evtl. weiße Punkte auf der Haut
– Scheuern, Mattigkeit

## Mögliche Ursachen

Begünstigend wirken:
– eingeschleppte Ichthyo-Erreger
– Stress und Temperaturschwankungen
– geschwächtes Immunsystem

## Was Sie tun können

Sorgen Sie für gute Belüftung und stabile Wasserwerte und vermeiden Sie zusätzlichen Stress. Halten Sie Neuzugänge in Quarantäne.

## Wann zum Tierarzt / Maßnahmen

Bei der Weißpünktchenkrankheit der Kiemen ist umgehend fachkundiger Rat erforderlich, sobald ein Fisch schwer atmet, denn die Erreger sitzen in den Kiemen und sind von außen nicht als Punkte sichtbar – warten Sie daher nicht auf sichtbare Anzeichen, sondern werden Sie schon bei unklarer, angestrengter Atmung aufmerksam. Zu einem akuten Notfall wird die Lage, wenn das Tier in schwere Atemnot gerät, hektisch an der Oberfläche nach Luft schnappt oder auffällig beschleunigt atmet; auch wenn mehrere Fische im Becken angestrengt atmen, ist rasches Handeln geboten. Kontaktieren Sie in diesen Fällen sofort eine fischkundige Tierarztpraxis mit Notdienst oder eine Tierklinik, die Zierfische beziehungsweise Teichfische behandelt, und stellen Sie das Tier ohne Verzögerung dort vor. Weil die Kiemen lebenswichtig für die Sauerstoffversorgung sind, entscheidet bei diesem Verlauf oft die Schnelligkeit über den Ausgang. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los und lassen Sie sich durch weitere Anrufversuche nicht aufhalten.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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