# Herzschwäche bei Nagetieren

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/herzschwaeche-nagetiere
Tierarten: Nagetiere
Synonyme: Herzinsuffizienz, Herzschwäche
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Eine nachlassende Pumpleistung des Herzens, die zu Atemnot und Schwäche führt.

## Was ist das?

Bei einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kann das Herz das Blut nicht mehr kräftig genug durch den Körper pumpen. Dadurch staut sich Blut zurück, Flüssigkeit kann sich in der Lunge ansammeln und die Organe werden schlechter mit Sauerstoff versorgt. Das macht das Tier kurzatmig, schwach und wenig belastbar, oft verbunden mit schnellerer Atmung und rascher Erschöpfung. Eine Herzschwäche entwickelt sich meist schleichend über einen längeren Zeitraum und tritt vermehrt bei älteren Tieren auf. Ursache ist häufig eine Erkrankung des Herzmuskels oder der Herzklappen. Die Herzschwäche ist zwar nicht heilbar, lässt sich aber in vielen Fällen so lindern, dass sich die Lebensqualität des Tieres deutlich verbessert.

## Typische Anzeichen

Eine Herzschwäche zeigt sich vor allem an Atmung und Belastbarkeit:
– Schnelle oder angestrengte Atmung, auch in Ruhe
– Rasche Erschöpfung und Bewegungsunlust
– Atemgeräusche oder Husten
– Mattigkeit und Rückzug
– Bläuliche Verfärbung von Ohren oder Pfoten bei schwerem Verlauf

## Mögliche Ursachen

Eine Herzschwäche hat verschiedene Ursachen:
– Altersbedingte Veränderungen des Herzmuskels
– Erkrankungen der Herzklappen
– Bluthochdruck oder andere Grunderkrankungen
– Erbliche Veranlagung

## Was Sie tun können

Sorgen Sie für eine ruhige, stressarme Umgebung und vermeiden Sie Überanstrengung und Hitze. Beobachten Sie die Atmung in Ruhe.

## Wann zum Tierarzt

Bei angestrengter oder beschleunigter Atmung, rascher Erschöpfung oder nachlassender Aktivität sollte ein Tierarzt das Herz untersuchen, da eine frühzeitige Behandlung die Lebensqualität deutlich verbessern kann. Warten Sie nicht zu lange, denn eine Herzschwäche schreitet oft langsam, aber stetig fort. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Tier bereits in Ruhe angestrengt atmet, sich Ohren oder Pfoten bläulich verfärben oder es zusammenbricht und stark erschöpft wirkt. In diesen Fällen ist umgehende Hilfe nötig, da eine Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge lebensbedrohlich sein kann. Halten Sie das Tier bis dahin ruhig, vermeiden Sie Stress und jede Anstrengung und sorgen Sie für einen schonenden Transport. Je eher die Ursache erkannt wird, desto besser lässt sich gegensteuern.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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