# Harnsteine beim Hund

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/harnsteine-hund
Tierarten: Hund
Synonyme: Blasensteine, Urolithiasis
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Harnsteine sind feste Ablagerungen in den Harnwegen, die das Wasserlassen erschweren und sehr schmerzhaft sein können.

## Was ist das?

Harnsteine sind feste, kristallartige Ablagerungen, die sich im Urin bilden und vor allem in der Harnblase, aber auch in den Nieren oder der Harnröhre festsetzen können. Sie entstehen, wenn bestimmte Mineralstoffe im Urin im Übermaß vorhanden sind und auskristallisieren, wobei zunächst feiner Grieß und mit der Zeit größere Steine entstehen. Die Steine reiben an der empfindlichen Schleimhaut, verursachen Schmerzen und eine Reizung, die einer Blasenentzündung ähnelt, und können den Harnabfluss behindern. Betroffene Hunde setzen häufig kleine Urinmengen ab und lecken sich vermehrt, manche Steine bleiben aber lange unbemerkt. Besonders gefährlich wird es, wenn ein Stein in die enge Harnröhre gelangt und diese verstopft. Für den Hund bedeuten Harnsteine wiederkehrende Beschwerden beim Wasserlassen und das Risiko eines lebensbedrohlichen Harnstaus.

## Typische Anzeichen

Harnsteine verursachen Beschwerden, die einer Blasenentzündung ähneln.
– häufiges, schmerzhaftes Wasserlassen
– Blut im Urin
– Pressen mit nur tröpfchenweisem Harnabsatz
– vermehrtes Lecken im Genitalbereich
– Unruhe und sichtbares Unwohlsein

## Mögliche Ursachen

Die Bildung von Harnsteinen wird durch mehrere Faktoren begünstigt.
– ungünstige Zusammensetzung des Urins
– wiederkehrende Harnwegsinfektionen
– zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
– bestimmte Rasseveranlagungen
– Stoffwechselstörungen

## Was Sie tun können

Bieten Sie reichlich frisches Wasser an, um den Urin zu verdünnen, und ermöglichen Sie häufiges Lösen. Beobachten Sie Menge, Farbe und Häufigkeit des Harnabsatzes und fangen Sie nach Möglichkeit eine Urinprobe auf. Verändern Sie das Futter nur nach tierärztlicher Empfehlung.

## Wann zum Tierarzt

Lassen Sie wiederkehrende Beschwerden beim Wasserlassen, häufigen Harndrang, kleine Urinmengen oder Blut im Urin tierärztlich abklären, da sich dahinter Harnsteine verbergen können, die gezielt behandelt werden müssen. Warten Sie mit der Vorstellung nicht, bis sich die Beschwerden immer weiter verschlimmern, und achten Sie besonders darauf, ob noch Urin abgesetzt wird. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Ihr Hund trotz starkem Pressen keinen Urin mehr absetzt, einen aufgeblähten, harten oder schmerzhaften Bauch hat oder zunehmend teilnahmslos wird, erbricht und Anzeichen einer Kreislaufschwäche zeigt. Dann kann ein Stein die Harnröhre verstopft haben, was innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich wird. Suchen Sie in diesem Fall umgehend tierärztliche Hilfe auf, notfalls über den Notdienst, und zögern Sie nicht, auch nachts Hilfe zu holen.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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