# Harninkontinenz beim Hund

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/harninkontinenz-hund
Tierarten: Hund
Synonyme: unkontrollierter Harnverlust, Harnträufeln
Dringlichkeit: beobachten
Stand: 2026-06-28

Bei der Harninkontinenz verliert der Hund unkontrolliert Urin, ohne dies bewusst steuern zu können.

## Was ist das?

Harninkontinenz bedeutet, dass ein Hund den Urinabsatz nicht mehr vollständig willentlich steuern kann und unbeabsichtigt Harn verliert. Verantwortlich ist meist ein nicht mehr ausreichend schließender Blasenschließmuskel. Der Urin tröpfelt dann unbemerkt ab, besonders im Liegen oder Schlafen. Die Hunde tun dies nicht aus Unsauberkeit, sondern können es schlicht nicht kontrollieren. Inkontinenz tritt häufiger bei älteren und bei kastrierten Hündinnen auf.

## Typische Anzeichen

Harninkontinenz zeigt sich vor allem durch unbeabsichtigten Harnverlust.
– nasse Flecken am Liege- oder Schlafplatz
– Harntröpfeln beim Laufen oder Aufstehen
– feuchtes, gereiztes Fell im Genitalbereich
– vermehrtes Lecken der Geschlechtsregion
– mitunter Hautreizungen durch ständige Nässe

## Mögliche Ursachen

Ein unkontrollierter Harnverlust kann verschiedene Ursachen haben.
– nachlassender Verschluss des Blasenschließmuskels
– hormonelle Veränderungen nach Kastration
– höheres Lebensalter
– Harnwegsinfektionen
– Nerven- oder Rückenmarkserkrankungen

## Was Sie tun können

Bieten Sie eine gut waschbare, weiche Liegefläche an und halten Sie den Genitalbereich sauber und trocken, um Hautreizungen vorzubeugen. Ermöglichen Sie häufiges Lösen und beobachten Sie, wann und wie viel Urin verloren geht. Bestrafen Sie Ihren Hund keinesfalls für das ungewollte Nässen.

## Wann zum Tierarzt

Lassen Sie unkontrollierten Harnverlust tierärztlich abklären, um die Ursache zu bestimmen und Begleitprobleme wie eine Infektion auszuschließen. Bei plötzlichem Beginn oder zusätzlichen Beschwerden sollte die Untersuchung zeitnah erfolgen.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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