# Grauer Star beim Hund

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/grauer-star-hund
Tierarten: Hund
Synonyme: Katarakt, Linsentrübung
Dringlichkeit: beobachten
Stand: 2026-07-23

Der Graue Star ist eine zunehmende Trübung der Augenlinse, die das Sehen Ihres Hundes allmählich beeinträchtigt.

## Was ist das?

Der Graue Star, medizinisch Katarakt genannt, ist eine Trübung der normalerweise klaren Linse im Auge des Hundes. Die Linse liegt hinter der Pupille und bündelt das einfallende Licht auf die Netzhaut, damit dort ein scharfes Bild entsteht. Wird die Linse trüb, gelangt weniger Licht hindurch und das Sehen verschlechtert sich, ähnlich wie beim Blick durch eine beschlagene Scheibe. Ein Grauer Star kann altersbedingt, erblich oder als Folge anderer Erkrankungen wie Diabetes entstehen. Betroffen sein kann ein Auge oder beide, wobei sich die Trübung oft über Monate ausdehnt. Für den Hund ist die Trübung selbst nicht schmerzhaft, sie schreitet aber häufig fort und kann bis zur Erblindung des betroffenen Auges führen. Weil die Ursachen unterschiedlich sind, sollte ein Grauer Star tierärztlich eingeordnet werden.

## Typische Anzeichen

Ein Grauer Star entwickelt sich meist langsam und zeigt sich an verschiedenen Anzeichen.
– gräulich-bläuliche oder weißliche Trübung in der Pupille
– zunehmende Unsicherheit in fremder Umgebung
– Anstoßen an Möbeln, besonders bei wenig Licht
– vorsichtigeres, zögerliches Bewegen
– nachlassende Reaktion auf geworfenes Spielzeug

## Mögliche Ursachen

Eine Linsentrübung kann unterschiedliche Ursachen haben.
– erbliche Veranlagung, oft schon in jungen Jahren
– altersbedingte Veränderungen der Linse
– Begleiterscheinung einer Zuckerkrankheit
– vorausgegangene Augenverletzungen oder Entzündungen
– bestimmte Stoffwechselstörungen

## Was Sie tun können

Sie können Ihrem Hund helfen, indem Sie sein Umfeld übersichtlich und vertraut halten und Möbel sowie Näpfe nicht umstellen. Sprechen Sie ihn vor dem Anfassen an, damit er nicht erschrickt, und sichern Sie Treppen oder Gefahrenstellen. Beobachten Sie das Fortschreiten der Trübung über die Zeit.

## Wann zum Tierarzt

Lassen Sie eine sichtbare Trübung der Pupille tierärztlich abklären, um die Ursache zu bestimmen und andere Augenerkrankungen sicher auszuschließen. Da der Graue Star nicht schmerzhaft ist und langsam fortschreitet, besteht meist kein akuter Zeitdruck, eine frühzeitige Untersuchung hilft aber, den Verlauf im Blick zu behalten und mögliche Grunderkrankungen wie Diabetes zu erkennen. Beobachten Sie, wie gut sich Ihr Hund in gewohnter und in fremder Umgebung zurechtfindet, und räumen Sie Hindernisse aus dem Weg, wenn er unsicher wird. Suchen Sie hingegen zeitnah Rat, wenn die Sehkraft rasch nachlässt, Ihr Hund plötzlich unsicher wirkt oder das Auge zusätzlich gerötet, stark getrübt oder schmerzhaft erscheint. Solche Veränderungen können auf eine Begleiterkrankung oder Komplikation hindeuten, die genauer untersucht werden sollte.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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