# Gebärmutterentzündung bei Nagetieren

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/gebaermutterentzuendung-nagetiere
Tierarten: Nagetiere
Synonyme: Pyometra, Endometritis, Gebärmuttervereiterung
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-10-01

Eine eitrige Entzündung der Gebärmutter, die lebensbedrohlich werden kann.

## Was ist das?

Eine Gebärmutterentzündung, in ihrer eitrigen Form Pyometra genannt, ist eine bakterielle Entzündung der Gebärmutter, bei der sich häufig große Mengen Eiter ansammeln. Sie ist lebensbedrohlich, weil der Eiter Giftstoffe ins Blut abgibt und die stark gefüllte Gebärmutter im schlimmsten Fall platzen kann, was zu einer schweren Bauchfellentzündung führt. Betroffen sind nicht kastrierte Weibchen. Häufig tritt die Erkrankung nach hormonellen Veränderungen oder im höheren Alter auf, wenn sich die Schleimhaut der Gebärmutter verändert und Bakterien leichteres Spiel haben. Weil sich der Zustand innerhalb kurzer Zeit dramatisch verschlechtern kann und den ganzen Körper in Mitleidenschaft zieht, gilt die Gebärmutterentzündung als echter Notfall, der keinerlei Aufschub duldet.

## Typische Anzeichen

Eine Gebärmutterentzündung zeigt sich oft erst spät:
– Fressunlust und zunehmende Mattigkeit
– Eitriger oder blutiger Ausfluss aus der Scheide
– Vermehrtes Trinken
– Ein aufgetriebener, druckempfindlicher Bauch
– Schneller Verfall des Allgemeinzustands

## Mögliche Ursachen

Die Entzündung entsteht meist auf hormonellem Boden:
– Hormonelle Veränderungen bei nicht kastrierten Weibchen
– Aufsteigende bakterielle Infektionen
– Hohes Alter
– Vorausgegangene Trächtigkeiten oder Geburten

## Was Sie tun können

Bringen Sie das Tier rasch in tierärztliche Behandlung und halten Sie es bis dahin warm und ruhig. Geben Sie keine Hausmittel.

## Wann zum Tierarzt

Eine Gebärmutterentzündung ist ein Notfall, der sofortiges Handeln erfordert. Sobald Sie eitrigen oder blutigen Ausfluss aus der Scheide bemerken und das Tier zugleich matt und teilnahmslos wirkt, weniger oder gar nicht mehr frisst oder auffällig viel trinkt, bringen Sie es ohne Verzögerung in eine für Nagetiere geeignete Tierarztpraxis oder Tierklinik; warten Sie keinesfalls ab, ob sich der Zustand von selbst bessert, denn die Erkrankung schreitet rasch fort und wird schnell lebensbedrohlich. Ein sofortiger Notfall liegt insbesondere dann vor, wenn das Tier zusehends schwächer wird, zusammenbricht oder die Nahrung vollständig verweigert, da die gefüllte Gebärmutter platzen und der Kreislauf des Tieres innerhalb kurzer Zeit versagen kann. Fahren Sie außerhalb der Sprechzeiten direkt eine Notdienstpraxis oder Klinik an, die Nagetiere behandelt. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man dort auf Ihr Tier vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, machen Sie sich trotzdem sofort auf den Weg, ohne weitere Zeit zu verlieren.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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