# Gebärmutterentzündung beim Hund

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/gebaermutterentzuendung-hund
Tierarten: Hund
Synonyme: Pyometra, Gebärmuttervereiterung, Uterusentzündung
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-07-23

Die Gebärmutterentzündung (Pyometra) ist eine eitrige Entzündung der Gebärmutter und ein lebensbedrohlicher Notfall.

## Was ist das?

Die Gebärmutterentzündung, fachlich Pyometra genannt, ist eine eitrige Entzündung der Gebärmutter, die vor allem bei älteren, nicht kastrierten Hündinnen auftritt. Sie entwickelt sich meist einige Wochen nach der Läufigkeit, wenn sich unter hormonellem Einfluss Eiter in der Gebärmutter ansammelt und diese sich zunehmend füllt. Die Schleimhaut der Gebärmutter verändert sich dabei so, dass Bakterien leichter eindringen und sich vermehren können. Dieser Zustand belastet den gesamten Körper der Hündin, da Giftstoffe aus der Entzündung in den Kreislauf gelangen und lebenswichtige Organe beeinträchtigen können. Typische Anzeichen sind Mattigkeit, vermehrtes Trinken oder eitriger Ausfluss. Die Pyometra ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der rasches Handeln erfordert, weil sich der Zustand der Hündin innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechtern kann.

## Typische Anzeichen

Die Anzeichen entwickeln sich oft schleichend, einige Wochen nach der Läufigkeit. Achten Sie auf:
– Teilnahmslosigkeit und nachlassender Appetit
– vermehrtes Trinken und Wasserlassen
– eitriger, blutiger oder bräunlicher Ausfluss aus der Scheide
– aufgeblähter, schmerzhafter Bauch
– Fieber und Erbrechen

## Mögliche Ursachen

Die Erkrankung steht in engem Zusammenhang mit dem Hormonzyklus der Hündin. Begünstigende Faktoren sind:
– nicht erfolgte Kastration
– höheres Lebensalter
– die Phase einige Wochen nach der Läufigkeit
– hormonelle Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut

## Was Sie tun können

Beobachten Sie Ihre Hündin nach der Läufigkeit besonders aufmerksam und achten Sie auf Trinkverhalten und Scheidenausfluss. Sorgen Sie für Ruhe und bieten Sie jederzeit frisches Wasser an. Notieren Sie, wann die letzte Läufigkeit war, um dies in der Praxis schildern zu können.

## Wann zum Tierarzt

Bei Verdacht auf eine Gebärmutterentzündung sollten Sie sofort eine Tierarztpraxis aufsuchen, denn die Pyometra ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Achten Sie besonders einige Wochen nach der Läufigkeit auf Anzeichen wie Mattigkeit, vermehrtes Trinken und Wasserlassen, Appetitlosigkeit, einen aufgetriebenen Bauch oder eitrigen bis blutigen Ausfluss aus der Scheide. Auch wenn kein Ausfluss sichtbar ist, kann eine Pyometra vorliegen, weil sich der Eiter bei geschlossener Gebärmutter im Inneren staut, was besonders gefährlich ist. Zeigt Ihre Hündin zusätzlich Erbrechen, starke Schwäche oder einen deutlich gestörten Allgemeinzustand, ist besondere Eile geboten. Fahren Sie ohne Verzögerung in die nächste Tierarztpraxis oder Klinik und warten Sie keinesfalls ab, ob sich die Beschwerden von selbst bessern, denn jede Verzögerung kann lebensgefährlich sein.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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