# Gaskolik beim Pferd

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/gaskolik-pferd
Tierarten: Pferde
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-07-23

Kolik durch Gasansammlung im Darm mit aufgeblähtem Bauch.

## Was ist das?

Eine Gaskolik, auch Flatulenzkolik genannt, ist eine Kolikform, die durch vermehrte Gasbildung im Darm entsteht. Bei der Verdauung bilden Bakterien Gase, die normalerweise unauffällig abgehen. Bei einer Gaskolik entstehen jedoch zu große Mengen oder die Gase können nicht entweichen, sodass sie sich im Darm ansammeln. Der aufgeblähte Darm dehnt sich stark und übt schmerzhaften Druck auf die Bauchwand und benachbarte Organe aus. Auslöser sind oft leicht gärendes Futter, ein plötzlicher Futterwechsel, große Mengen frisches Gras oder verschlungenes Fressen. Betroffene Pferde zeigen Unruhe, Blick zum Bauch und einen aufgetriebenen Leib. Weil sich jede Kolik verschlimmern kann, ist auch die Gaskolik immer ernst zu nehmen.

## Typische Anzeichen

Die Gaskolik zeigt sich am Bauch:
– aufgeblähter, gespannter Bauch
– Kolikanzeichen wie Scharren und Umsehen
– vermehrte, polternde Darmgeräusche
– Unruhe

## Mögliche Ursachen

Verschiedene Faktoren fördern die Gasbildung:
– leicht gärende Futtermittel
– plötzliche Futterumstellung
– üppiges Anweiden
– gestörte Darmflora

## Was Sie tun können

Entfernen Sie Futter und bewegen Sie das Pferd ruhig im Schritt. Rufen Sie bei Kolikanzeichen immer umgehend den Tierarzt – eine scheinbar milde Gaskolik ist von einer gefährlichen Darmverlagerung äußerlich nicht zu unterscheiden.

## Wann zum Tierarzt

Jede Kolik ist beim Pferd ein Notfall, deshalb sollten Sie bei Kolikanzeichen immer sofort den Tierarzt rufen. Warnsignale sind ein aufgeblähter Bauch, Unruhe, häufiges Scharren, Blick oder Schlagen zum Bauch, Hinlegen und Aufstehen im Wechsel sowie ausbleibender Kotabsatz. Warten Sie nicht ab, ob sich die Beschwerden von selbst legen, denn ein stark geblähter Darm kann sich verschlimmern und lebensbedrohlich werden. Besonders dringend ist die Lage bei stark aufgetriebenem Leib, anhaltenden oder heftigen Schmerzen und wenn sich das Pferd wälzt oder unkontrolliert wirft. Nehmen Sie dem Pferd bis zum Eintreffen des Tierarztes das Futter weg und sorgen Sie für eine sichere, verletzungsarme Umgebung, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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