# Epilepsie beim Hund

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/epilepsie-hund
Tierarten: Hund
Synonyme: Krampfleiden, Anfallsleiden
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-06-28

Epilepsie ist eine Erkrankung, bei der es immer wieder zu Krampfanfällen durch fehlgeleitete Hirnaktivität kommt.

## Was ist das?

Epilepsie ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der es wiederholt zu Krampfanfällen kommt. Bei einem Anfall entladen sich Nervenzellen im Gehirn unkontrolliert und gleichzeitig, was zu Muskelzuckungen, Bewusstseinsstörungen und anderen Erscheinungen führt. Zwischen den Anfällen sind viele Hunde völlig unauffällig. Häufig findet sich keine fassbare Ursache, dann spricht man von einer angeborenen Form. Epilepsie ist meist gut zu begleiten, wenn die Anfälle richtig eingeordnet werden.

## Typische Anzeichen

Ein epileptischer Anfall folgt oft einem typischen Ablauf.
– plötzliches Umfallen mit Muskelzuckungen oder Versteifen
– Strampeln, Rudern oder Zucken der Gliedmaßen
– Speicheln, Harn- oder Kotabsatz während des Anfalls
– getrübtes oder fehlendes Bewusstsein
– Benommenheit und Orientierungslosigkeit nach dem Anfall

## Mögliche Ursachen

Krampfanfälle können verschiedene Auslöser haben.
– angeborene oder erbliche Veranlagung
– Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns
– Stoffwechselstörungen wie Unterzucker oder Leberprobleme
– Vergiftungen
– in vielen Fällen keine fassbare Ursache

## Was Sie tun können

Bewahren Sie während eines Anfalls Ruhe, entfernen Sie Gegenstände in der Nähe und schützen Sie Ihren Hund vor Stürzen, ohne ihn festzuhalten. Greifen Sie nicht ins Maul und dimmen Sie Licht und Geräusche. Notieren Sie Dauer und Ablauf des Anfalls für das tierärztliche Gespräch.

## Wann zum Tierarzt

Lassen Sie einen ersten Krampfanfall immer tierärztlich abklären. Dauert ein Anfall länger als wenige Minuten oder folgen mehrere Anfälle kurz hintereinander, ist dies ein Notfall, der sofortige Hilfe erfordert.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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