# Borreliose beim Pferd

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/borreliose-pferd
Tierarten: Pferde
Dringlichkeit: beobachten
Stand: 2026-07-23

Durch Zecken übertragene bakterielle Infektion mit wechselnden Symptomen.

## Was ist das?

Die Borreliose beim Pferd ist eine bakterielle Infektion, die durch den Stich von Zecken übertragen wird (Erreger Borrelia burgdorferi). Nach der Ansteckung können sich die Bakterien im Körper verteilen und verschiedene Gewebe erreichen, wobei die Beschwerden oft unspezifisch und wechselnd sind. Betroffen sein können Gelenke, Muskeln und das allgemeine Wohlbefinden, was sich etwa in wechselnden Lahmheiten, Steifheit, Leistungsabfall und Mattigkeit äußern kann. Weil viele Pferde Kontakt zu Zecken haben, ohne zu erkranken, ist der Zusammenhang zwischen Infektion und Symptomen nicht immer eindeutig. Die Borreliose entwickelt sich meist langsam und schwankend im Verlauf. Sie zählt zu den durch Zecken übertragenen Erkrankungen und ist wegen ihres unklaren Beschwerdebilds eine diagnostische Herausforderung.

## Typische Anzeichen

Borreliose verläuft oft uneindeutig:
– wechselnde Lahmheiten und Steifheit
– Mattigkeit und Leistungsabfall
– Empfindlichkeit der Haut
– gelegentlich Fieberschuebe

## Mögliche Ursachen

Die Infektion wird durch Zecken vermittelt:
– Stich einer infizierten Zecke
– Haltung in zeckenreichen Gebieten
– länger anhaftende Zecken
– fehlender Zeckenschutz

## Was Sie tun können

Suchen Sie Ihr Pferd regelmäßig nach Zecken ab und entfernen Sie diese zeitnah. Gepflegte Weiden und Zeckenschutz senken das Risiko.

## Wann zum Tierarzt

Die Borreliose verläuft meist schleichend, sodass keine akute Eile besteht, aufmerksames Beobachten aber wichtig ist. Wenn Ihr Pferd über längere Zeit wechselnde Lahmheiten, Steifheit, Leistungsabfall, Muskelverspannungen oder anhaltende Mattigkeit zeigt, ohne dass sich eine andere Ursache findet, sollten Sie eine tierärztliche Abklärung veranlassen. Da die Anzeichen unspezifisch sind, ist es hilfreich, Ihre Beobachtungen über mehrere Tage festzuhalten und dem Tierarzt zu schildern. Auch nach bekanntem Zeckenkontakt in Verbindung mit solchen Beschwerden ist eine Untersuchung sinnvoll. Verschlechtert sich das Allgemeinbefinden deutlich, kommt Fieber hinzu oder wird das Pferd zunehmend matt und fressunlustig, sollten Sie den Tierarzt zeitnah hinzuziehen. Eine frühzeitige Abklärung hilft, die Ursache der Beschwerden einzugrenzen und das weitere Vorgehen festzulegen.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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