# Blasensteine bei Exoten (Exoten)

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/blasensteine-exoten
Tierarten: Exoten
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-10-01

Harnsteine in der Blase, die bei Exoten den Harnabsatz blockieren können.

## Was ist das?

Blasensteine bei Exoten, fachlich Urolithiasis genannt, sind feste Ablagerungen, die sich in der Harnblase bilden. Sie entstehen, wenn bestimmte Mineralstoffe im Harn auskristallisieren und sich zu Steinen unterschiedlicher Größe zusammenlagern, begünstigt unter anderem durch die Fütterung, den Flüssigkeitshaushalt oder den Harn-pH-Wert. Die Steine reizen die Blasenwand und können den Harnabsatz schmerzhaft erschweren, häufig zeigt sich dann Blut im Urin. Im ungünstigen Fall verlegen sie den Harnabgang ganz, sodass kein Urin mehr abgesetzt werden kann. Für das Tier ist dies äußerst schmerzhaft, und ein vollständiger Harnverhalt belastet den gesamten Kreislauf sehr rasch. Ein vollständig blockierter Harnabsatz kann sich innerhalb kurzer Zeit zu einem lebensbedrohlichen Zustand entwickeln und muss dann dringend behandelt werden.

## Typische Anzeichen

Folgende Anzeichen können auftreten:
– erfolgloses Pressen beim Harnabsatz
– blutiger Urin
– Schmerzäußerungen
– häufiges Lecken am Genitalbereich
– Schwäche

## Mögliche Ursachen

Mögliche Ursachen sind:
– ungeeignete, mineralreiche Ernährung
– zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
– Harnwegsinfektionen
– Stoffwechselstörungen

## Was Sie tun können

Sorgen Sie für ausreichend frisches Wasser und eine geeignete Ernährung. Beobachten Sie den Harnabsatz genau.

## Wann zum Tierarzt

Ein blockierter Harnabsatz ist ein Notfall und muss sofort tierärztlich versorgt werden: Stellen Sie Ihr Tier unverzüglich in einer Notdienstpraxis oder Tierklinik vor, die auf Exoten eingerichtet ist. Das gilt besonders, wenn Ihr Tier trotz sichtbaren Pressens keinen oder nur tröpfchenweise Harn absetzt, wenn Blut im Urin erscheint, wenn es sichtlich Schmerzen zeigt, unruhig ist oder rasch schwächer wird, denn ein vollständiger Harnverhalt ist lebensbedrohlich. Warten Sie in diesem Fall keinesfalls ab und versuchen Sie nicht, selbst einzugreifen. Auch bei häufigem, erschwertem oder schmerzhaftem Harnabsatz ohne vollständige Blockade sollten Sie Ihr Tier zeitnah vorstellen, damit Blasensteine über eine Untersuchung, häufig mit bildgebenden Verfahren, festgestellt und fachkundig behandelt werden können. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie ohne weitere Verzögerung los.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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