# Austrocknung (Dehydratation) bei Nagetieren

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/austrocknung-nagetiere
Tierarten: Nagetiere
Synonyme: Dehydratation, Flüssigkeitsmangel, Exsikkose
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-07-23

Ein gefährlicher Flüssigkeitsmangel, der den Kreislauf und die Organe belastet.

## Was ist das?

Eine Austrocknung (Dehydratation) bedeutet, dass dem Körper zu viel Flüssigkeit fehlt. Wasser ist für Kreislauf, Verdauung und die Arbeit aller Organe unverzichtbar. Bei kleinen Nagetieren kann ein Flüssigkeitsmangel sehr schnell entstehen, etwa durch Durchfall, Fressunlust, Erbrechen oder große Hitze. Fehlt Wasser, dickt das Blut ein, der Kreislauf wird schwächer und die Organe werden schlechter durchblutet und arbeiten zunehmend schlechter. Eine Austrocknung ist deshalb oft eine gefährliche Begleiterscheinung anderer Erkrankungen und verschlechtert deren Verlauf zusätzlich. Anzeichen sind unter anderem eine stehende Hautfalte, eingefallene Augen und ausgeprägte Schwäche. Weil kleine Tiere nur geringe Reserven haben, kann eine Austrocknung rasch lebensbedrohlich werden.

## Typische Anzeichen

Eine Austrocknung zeigt sich an mehreren Zeichen:
– Eingefallene, glanzlose Augen
– Eine Hautfalte im Nacken bleibt nach dem Anheben stehen
– Trockene Schleimhäute und zäher Speichel
– Mattigkeit und Schwäche
– Verminderter Harnabsatz

## Mögliche Ursachen

Flüssigkeitsmangel entsteht durch Verlust oder zu wenig Aufnahme:
– Durchfall oder Erbrechen
– Fressunlust, bei der auch kein Wasser über Futter aufgenommen wird
– Hitze und vermehrtes Hecheln
– Eine nicht erreichbare oder verschmutzte Wasserquelle
– Nierenerkrankungen mit vermehrtem Harnverlust

## Was Sie tun können

Stellen Sie sicher, dass immer frisches, gut erreichbares Wasser bereitsteht, und bieten Sie wasserreiches Frischfutter an. Suchen Sie zugleich nach der Ursache, etwa Durchfall oder Hitze.

## Wann zum Tierarzt

Eine deutliche Austrocknung ist ein Notfall. Bleibt eine angehobene Hautfalte stehen, wirken die Augen eingefallen oder erscheint das Tier sehr schwach und teilnahmslos, ist umgehend tierärztliche Hilfe nötig. Weil kleine Nagetiere nur wenig Flüssigkeit speichern können, verschlechtert sich ihr Zustand oft innerhalb kurzer Zeit. Bieten Sie zwischenzeitlich frisches Wasser und saftiges Futter an, zwingen Sie das Tier aber nicht zum Trinken. Ein besonders dringender Notfall liegt vor, wenn das Tier gar nicht mehr trinkt, kaum noch reagiert oder zusätzlich unter starkem Durchfall leidet. Da die Austrocknung meist Folge einer anderen Erkrankung ist, sollte zugleich die zugrunde liegende Ursache abgeklärt werden. Je früher gegengesteuert wird, desto größer sind die Chancen des Tieres.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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