# Anämie beim Hund

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/anaemie-hund
Tierarten: Hund
Synonyme: Blutarmut, Mangel an roten Blutkörperchen
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Eine Anämie ist ein Mangel an roten Blutkörperchen, wodurch der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt wird.

## Was ist das?

Eine Anämie, im Deutschen auch Blutarmut genannt, bezeichnet einen Mangel an roten Blutkörperchen oder am roten Blutfarbstoff. Die roten Blutkörperchen haben die Aufgabe, den Sauerstoff aus der Lunge zu allen Organen zu transportieren. Sind zu wenige von ihnen vorhanden oder enthalten sie zu wenig Farbstoff, gelangt weniger Sauerstoff in den Körper, und die Zellen können ihre Arbeit nicht mehr ausreichend verrichten. Als Folge zeigen sich Schwäche, blasse Schleimhäute und eine rasche Erschöpfung schon bei geringer Belastung. Eine Anämie kann durch Blutverlust, gesteigerten Abbau oder eine verminderte Neubildung von Blutkörperchen entstehen. Sie ist keine eigenständige Krankheit, sondern immer ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Störung, die es zu finden gilt. Erst wenn diese Grundursache geklärt ist, lässt sich die Blutarmut sinnvoll einordnen und der Hund gezielt unterstützen.

## Typische Anzeichen

Eine Blutarmut zeigt sich an mehreren Anzeichen.
– blasse, weißlich wirkende Schleimhäute an Zahnfleisch und Lidern
– Schwäche und schnelle Ermüdung
– vermehrtes Hecheln und beschleunigte Atmung
– nachlassende Leistungsfähigkeit
– in manchen Fällen gelbliche Schleimhäute (Gelbsucht)

## Mögliche Ursachen

Eine Anämie kann viele verschiedene Ursachen haben.
– Blutverluste durch Verletzungen oder innere Blutungen
– Parasiten wie Flöhe, Zecken oder Würmer
– Fehlsteuerung des Immunsystems gegen die eigenen Blutkörperchen
– Erkrankungen des Knochenmarks
– chronische Erkrankungen oder Vergiftungen

## Was Sie tun können

Schonen Sie Ihren Hund, vermeiden Sie körperliche Anstrengung und beobachten Sie die Farbe seiner Schleimhäute. Achten Sie auf Parasiten und halten Sie ihn warm und ruhig. Notieren Sie auffällige Schwäche oder Atemveränderungen für die Untersuchung.

## Wann zum Tierarzt

Blasse Schleimhäute, anhaltende Schwäche oder eine ungewöhnlich schnelle Erschöpfung sollten Sie tierärztlich abklären lassen, denn dahinter kann eine Anämie mit einer behandlungsbedürftigen Ursache stecken. Da die Blutarmut als dringend gilt, ist eine zeitnahe Untersuchung wichtig, um die auslösende Störung zu finden. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn Ihr Hund plötzlich stark geschwächt ist oder zusammenbricht, da dies auf einen raschen, gefährlichen Abfall der roten Blutkörperchen hindeuten kann. Ebenso erfordern eine deutliche Atemnot in Ruhe sowie kreidebleiche Schleimhäute sofortiges Handeln. In diesen Fällen sollten Sie ohne Verzögerung die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen. Je früher die Ursache der Anämie erkannt wird, desto besser lässt sich Ihrem Hund helfen.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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